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17. Juni - Hl. Gregorius Barbarigo

17. Juni, 2017

Fest des hl. Gregorius Barbarigo, Bischof † 1697 zu Padua

Gregor Barbarigo, der Sohn einer altehrwürdigen Familie in Venedig, schloß in Padua erfolgreich das Studium der beiden Rechte ab. Mit achtzehn Jahren begab er sich zu den Friedensverhandlungen nach Münster in Westfalen, wo ihn der päpstliche Legat Fabio Chigi zum Priesterberuf bewegen konnte. Nach seiner Priesterweihe wurde er von Fabio Chigi, der inzwischen den päpstlichen Thron bestiegen hatte, zuerst zum Bischof von Bergamo und dann zum Kardinal ernannt. Schließlich wurde er Bischof von Padua. Nach dem Vorbild des heiligen Karl Borromäus mühte er sich, in Erfüllung seiner bischöflichen Amtspflicht und gestützt auf die Ermahnungen und Dekrete des Trienter Konzils, bis zum letzten Atemzug ab, die Mißstände zu beseitigen und das Tugendleben zu fördern. In beiden Diözesen erweiterte er das Seminar, vor allem vergrößerte er die Seminarsbibliothek von Padua, ebenfalls die Druckerei, in der auch Bücher für die Völker des Nahen Ostens herausgegeben werden sollten. Eifrig pflegte er die katechestische Unterweisung, freudig durchzog er mahnend und lehrend die einzelnen Dörfer der Diözese. Herr erstrahlten seine Liebeswerke und sein heiliges Leben; zu den Bedürftigen und Armen war er so freigebig, daß er sogar seinen eigenen Hausrat, seine Kleider und sein Bett zu Ihrer Verfügung stellte. Nach kurzer, aber schwerer Krankheit entschlief er sanft im Herrn. Man zählte den 18. Juni 1697. Seine Verdienste und seine Tugenden waren so hervorragend, daß ihn Klemens XIII. unter die Zahl der Seligen und Johannes XXIII. Unter jene der Heiligen aufnahm.

Quelle: Römisches Brevier 1961