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Alta Vendita: Unter einem neuen Banner marschieren

10. Februar, 2018

Ein freimaurerischer Plan für den Umsturz in der katholischen Kirche
 

Unser Ziel ist jenes von Voltaire und der Französischen Revolution: Die vollkommene Vernichtung des Katholizismus und selbst der christlichen Idee."

aus: Die Ständige Anweisung der Alta Vendita

Es gab beim Zweiten Vatikanum unzählige Schlachten zwischen der Internationalen Gruppe der Väter, die für den Erhalt der Tradition kämpften, und der progressistischen Gruppe von den Ufern des Rheins. Tragischerweise hatte am Ende letztere, das liberale und modernistische Element, die Oberhand gewonnen.[1]

Für jeden, der Augen hatte zu sehen, war es offensichtlich, daß das Konzil die Tore zu Ideen öffnete, die vorher in bezug auf die Lehre der Kirche anathema
gewesen waren, aber im Gleichschritt mit modernistischem Gedankengut sind. Dies geschah nicht zufällig, sondern war beabsichtigt.

Die Progressisten beim Zweiten Vatikanum vermieden die Verurteilung modernistischer Irrtümer. Ebenso fügten sie absichtlich Zweideutigkeiten in die Konzilstexte ein, die sie nach dem Konzil auszuwerten gedachten.[2] Diese Zweideutigkeiten wurden gebraucht, um einen Ökumenismus zu fördern, der von Papst Pius XI. verurteilt worden war, eine Religionsfreiheit,[3] die von den Päpsten des 19. und frühen 20. Jahrhunderts (besonders Papst Pius IX.) verurteilt worden war, eine neue Liturgie unter Berücksichtigung des Ökumenismus, die Erzbischof Bugnini »eine große Errungenschaft der katholischen Kirche« nannte, eine Kollegialität, die in das Herz des päpstlichen Primates stieß, und »eine neue Einstellung zur Welt« – besonders in einem der radikalsten aller Konzilsdokumente, Gaudium et Spes.

Wie es die Autoren der Ständigen Anweisung der Alta Vendita gehofft hatten, fanden die Begriffe der liberalen Kultur endlich Anklang unter den Größen der katholischen Hierarchie und wurden dadurch in der ganzen Kirche verbreitet. Das Resultat war eine noch nie dagewesene Glaubenskrise, die sich täglich verschlimmert. Gleichzeitig preisen zahllose hochrangige Kirchenmänner, offensichtlich benebelt durch den »Konzilsgeist«, ständig jene nachkonziliaren Reformen, die zu dieser Katastrophe geführt haben.

[1] Die ganze Geschichte der Vereinnahmung des Konzils durch die liberalen Prälaten und Theologen und die tragischen Konsequenzen dieses modernistischen Staatsstreiches sind hervorragend geschildert in dem zitierten Werk Der Rhein fließt in den Tiber und in: Michael Davies, Pope John's Council, Arlington House, New York 1977; Angelus Press, Kansas City 1992.

[2] Diese Taktik wurde von dem liberalen Konzils-Peritus P. Edward Schillebeeckx zugegeben. Er sagte: »Wir werden es auf diplomatische Weise zum Ausdruck bringen, aber nach dem Konzil werden wir die notwendigen Schlußfolgerungen daraus ziehen.« Cf. Romano Amerio, Iota Unum, Studio delle variazioni della Chiesa cattolica nel secolo XX, Milano-Napoli 1986. Ein anderes Zitat (in Übersetzung) von P. Schillebeeckx lautet: »Wir haben auf dem Konzil zweideutige Ausdrücke verwendet, und wir wissen, was wir nachher daraus machen werden.« Cf. Erzbischof Marcel Lefebvre, Offener Brief an die ratlosen Katholiken (Mediatrix, Wien 1986), S. 158.

[3] Michael Davies (The Second Vatican Council and Religious Liberty, Neumann Press, Long Prairie, Minnesota, 1992) beweist, daß die Konzilskonstitution, Dignitatis Humanæ (besonders no.2) einen Wider-spruch zu vorheriger päpstlicher Lehre darstellt. Das glei-che gibt der progressistische Konzilstheologe P. Yves Congar ohne Bedenken zu. Siehe weiter unten.

Quelle: Die Ständige Anweisung der Alta Vendita, Rex Regum Verlag 1999