Bericht: Fußwallfahrt von Föhrenau - Mariazell 2018

2018
Quelle: Distrikt Österreich

Bericht von der Fußwallfahrt Föhrenau nach Mariazell vom 24. - 26. Juli 2018.

Immerhin: beachtliche 23, vorwiegend junge Pilger, standen um 6.00 Uhr früh "Habt acht!", um den beschwerlichen Marsch von Föhrenau nach Mariazell auf sich zu nehmen. Einige Kinder gaben allerdings am selben Tag in Puchberg am Schneeberg auf, sodass 17 Pilger übrig blieben, diese aber bis Mariazell durchhielten. Prof. Dr. Jeong aus Korea hatte schon wunde Füße von der in der Vorwoche absolvierten Wallfahrt nach Altötting mitgebracht, trotzdem "biss" er sich "durch", ebenso ein Wallfahrer, der große Schmerzen am Knie hatte. "Umso gnadenreicher der Bußgang", so dachte ich, "wenn diese Opfer aus religiösen Motiven, nämlich um Sünden abzubüßen, um Gnaden zu verdienen und im Vertrauen auf die Muttergottes freiwillig angenommen und getragen werden."

Wie immer herrschte eine gute, ernsthafte Einstellung und ein kameradschaftlicher Geist, was die Strapazen erträglicher machten. Jeder Pilger hatte seine gute Intention und betete für bestimmte Anliegen. Natürlich schlossen wir die großen Anliegen der Kirche in unser Gebet ein, nicht zuletzt den neuen Generaloberen der Priesterbruderschaft, P. Davide Pagliarani und seine zwei Assistenten, die am 11. Juli in Ecône für zwölf Jahre gewählt worden waren.

Schließlich hatten es die Pilger am dritten Tag geschafft: Nach der letzten großen Steigung am Pilgerweg entlang der Straßenserpentinen machten sie bei der Kapelle oben für eine kleine Trinkpause halt und zogen dann - den Rosenkranz singend und in Zweierreihe geordnet - in Mariazell ein. Welch erhabener Augenblick, den großen Gnadenort erreicht zu haben und am Silberschrein bei der Gnadenstatue Unserer Lieben Frau beten zu können.

Doch noch ein besonders schöner Abschluss erwartete die Pilger und die angereisten Gläubigen heuer in Mariazell. Sie durften nicht nur still beten, sondern darüber hinaus das Choralamt am Gnadenaltar feiern! Dazu war der Neupriester P. Lukas Lipp aus Tirol angereist, und auch er freute sich besonders über diese unschätzbare Gnade, das heilige Opfer im Angesicht unserer Lieben Frau von Mariazell darbringen zu dürfen. Auch fremde Gläubige erbauten sich daran, wobei Familie Jeindl für einen wunderschönen Gesang sorgte.

Ich bin sicher, dass den Pilgern viele Gnaden bei dieser Wallfahrt geschenkt wurden. Nicht zuletzt bewahrte der liebe Gott den Pater, nämlich meine Wenigkeit, und seinen Beifahrer, Prof. Dr. Jeong, auf der Rückfahrt bei einem Autounfall mit Totalschaden auf der Westautobahn, vor jeglichen körperlichen Verletzungen. Die Schutzengel haben nicht geschlafen, und die Tagesheilige, die hl. Mutter Anna, ebenfalls nicht! Deo gratias!

P. Klaus Wilhelm