Gottesdienstordnung • Priorat Maria Hilf • Oktober - November 2019

14 Oktober, 2019
Quelle: Distrikt Österreich

Aus dem Vorwort der Gottesdienstordnung des Priorates Innsbruck,

Laufet so, dass ihr den Preis erhaltet!“ (1 Kor 9,24)


Liebe Gläubige,

wer von Innsbruck nach Moskau will, muss sich überlegen, wie er dorthin kommt. Es gibt verschiedene Möglichkeiten: man kann mit dem Auto fahren, man kann fliegen, man kann mit dem Bus reisen. Es kommt darauf an, wie schnell, wie günstig, wie bequem die Fahrt sein soll.

Es ist bei jeder Reise so. Wenn das Ziel feststeht, entscheidet man über den Weg und die Mittel.

Unser Leben ist auch eine Reise. Das Ziel steht schon fest. Es ist der Himmel, wo Gott wohnt mit seinen Engeln und Heiligen. Nicht alle Menschen wollen nach Moskau, weil es auch andere Reiseziele gibt. Aber alle Menschen wollen das Glück, und es befindet sich nur im Himmel. Die Alternativen sind nicht New York, Paris oder London. Die einzige Alternative ist die Hölle, und diese ist nicht wünschenswert! Die Reise müssen wir gut planen!

Viele Menschen denken nicht an das Ziel und ergreifen deswegen auch die passenden Mittel nicht. Dabei wäre es nicht so kompliziert. Glaube, Gnadenmittel und Gebote sind die Voraussetzungen, die Gott festgelegt hat. Der Glaube nimmt wahr, was Gott den Menschen gesagt hat. Er erhebt uns über die rein materielle Sicht der Dinge, richtet unseren Blick auf das Jenseits. Der Glaube ist ein Geschenk Gottes, aber er gibt ihn gern, wenn man sich ein wenig bemüht (lesen Sie die Geschichte weiter unten). Gnadenmittel nennt man die Sakramente und das Gebet. So viele Gnaden wären da, wenn wir uns nur darum bemühen würden. Wir sammeln Punkte beim Supermarkt aber vergessen auf die Gnaden der Hl. Messe und des Rosenkranzes. Die Gnaden reinigen uns und erheben uns bis zur Freundschaft mit Gott! Und die Gebote. Viele Menschen fassen sie als unnötige Einschränkungen auf. Dabei sind sie Wegweiser, die uns wahrhaft frei machen, frei vom Laster, frei für Gott.

Vergessen wir nicht das Ziel! Die Feste im November sind da um uns an ihm zu erinnern. Allerheiligen schildert das Glück des Himmels. Allerseelen erinnert an die Seelen im Fegefeuer, die kurz vor dem Ziel stehen. Die letzten Sonntage im November erinnern an die Bedingung zum Ziel, an das große Gericht.

Es ist nicht eine beliebige Reise, die wir unternehmen, es ist ein Wettkampf um alles oder nichts! Unsere Waffen sind der Glaube, die Gebote und die Gnade. Wenn jetzt kirchliche Amtsträger diese Mittel beiseiteschieben, und Umwelt, Frauenpriestertum und Abschaffung des Zölibats predigen, ist es verheerend. Diese Neuerungen sind nicht im Evangelium enthalten, sind der Lehre der Kirche fremd, können nicht zum wahren Ziel führen. Diese Menschen haben einen ganz anderen Ziel, und wählen deswegen andere Mittel. Beten wir, dass diese Amtsträger wieder zur Vernunft kommen, dass sie das Ziel wieder erkennen und anstreben.

Wir sind nicht die ersten, die die Reise in die Ewigkeit unternehmen. Halten wir uns an das Beispiel, das uns die Heiligen geben, die heiligen Petrus und Paulus, der hl. Pfarrer von Ars, die heilige Theresia vom Kinde Jesu, die Kinder von Fatima. Diese führen uns nicht irre.

Mit priesterlichem Segensgruß

P. Joseph Stannus

Quelle: Gottesdienstordnung • Oktober - November 2019 • Priorat Maria Hilf • Innsbruck

P.S. Der vollständige Vortrag von P. Dr. Eduard Kamenicky „Was können wir für die Kirche tun?“ wird in Kürze als Broschüre erscheinen.

P.P.S. Bitte schließen Sie die neuen Seminaristen in Zaitzkofen ein, die am 6. Oktober eintreten, darunter auch einer aus unserem Priorat.