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Ein Junge, der Jesus lieb hatte
Pius X. war der Meinung, daß es heilige Kinder geben werde, wenn man die Bestimmungen seines Dekretes umsetzen, und den Kindern im rechten Alter die Hl. Kommunion reichen werde. Ein Beispiel dafür, daß er recht hatte, ist das Leben des kleinen Antonio, kurz Toni genannt, dessen Liebe zur Hl. Eucharistie wirklich erstaunlich ist.
Toni und die Kleine heilige Theresia
In der Vorhalle des Hauses zu Liencres hatten die Eltern Tonis eine schöne große Statue der heiligen Theresia vom Kinde Jesu aufgestellt, denn die liebenswürdige Heilige genoß in der Familie große Verehrung.
So lernte denn auch Toni die heilige Teresita, wie man sie in Spanien nennt, lieben und nachahmen.
Ihr Bild hatte er ja sozusagen immer vor Augen, und mit den Einzelheiten ihres Lebens machte ihn seine Mutter bald vertraut.
Als er dann lesen gelernt hatte, schenkte man ihm die Lebensbeschreibung der kleinen Heiligen, und Toni las sehr gern darin.
Märchen mochte er nicht. Seine Lieblingsbücher waren und blieben der Katechismus, die Biblische Geschichte und das Leben unseres Herrn Jesus Christus.
Dann las er auch gern die Nachfolge Christi, das Leben des heiligen Stanislaus Kostka und vor allem auch die Lebensbeschreibungen der Heiligen Tarsicius und Pankratius.
Für diese beiden jungen Martyrer war er sehr begeistert, denn ihr Tod aus Liebe zum Heilande zog ihn ungemein an.
So hörte er auch mit Begeisterung die Berichte über die standhaften Helden des Glaubens von Mexiko.
“Ich möchte doch auch so gern sterben für den lieben Heiland“, sagte er öfters.
Die Gnade des Martyriums hat ihm der liebe Gott nicht gegeben; denn Jahre bevor in seiner Vaterstadt Santander die blutige Verfolgung ausbrach, hatte ihn der Heiland schon zu sich genommen in den Himmel.
Der Beruf Tonis war der der Kleinen heiligen Theresia: sich zu heiligen auf dem kleinen Wege der täglichen Liebe und Treue. Und er hat es, wie sie, zu staunenswerter Vollkommenheit gebracht.
(Aus: Der kleine Toni - Antoninho Martinez de la Pedraja - Ein Junge, der Jesus Lieb hatte; von P. Heinrich Strake SVD.)
(Fortsetzung folgt) |