Exerzitienbericht: „Der kleine Weg der hl. Theresia vom Kinde Jesu“

2019
Quelle: Distrikt Österreich

Thematische Exerzitien vom 20. - 25. August 2018, gepredigt von Pater Seifritz im Schloss Jaidhof.

„Die Verschiedenheit der Seelen ist noch größer als die der Gesichter“.

Wir waren achtundzwanzig Männer und Frauen, junge und ältere, unterschiedlicher Berufsstände und aus verschiedenen Ländern, die sich an diesem heißen Sommertag im August im Schloss Jaidhof in Österreich einfanden, um hier gemeinsam Exerzitien zu machen.

Es ist nicht das erste Mal, dass ich hier bin, um mich eine Woche lang zurückzuziehen von meinem Alltag, meiner Umgebung und meinem Beruf, ohne Handy und PC, um mich ganz Gott zuzuwenden und um mein Leben zu ordnen. Die Exerzitien heuer sind Thematische Exerzitien, das Thema: „Der kleine Weg der heiligen Theresia vom Kinde Jesu“.

Jeder Tag begann mit einer heiligen Messe und dem anschließenden gemeinsamen Frühstück. Dann begaben wir uns zu den Vorträgen in die Schlossbibliothek.

Die hl. Theresia vom Kinde Jesu

Bis zu ihrem 14. Lebensjahr war die kleine Theresia mit heftigen Qualen und Skrupeln belastet. Ihre Vernunft erwachte früh, und sie konnte sich sehr lebendig selbst an erste Erlebnisse ihrer Kindheit zurückerinnern. Sie hatte ein zartfühlendes und liebendes Herz besonders ihren Eltern und Geschwistern gegenüber.

Der frühe Tod ihrer Mutter, Theresia war erst 4 Jahre alt, und einige Jahre später der Weggang ihrer älteren Schwester Pauline in den Karmel - Theresia hatte sie zu ihrer zweiten Mutter gewählt - waren für sie ein nicht zu überwindender Schmerz. Jahrelang war sie gefangen in einer Art krankhafter Übersensibilität und Empfindlichkeit, und damit verbunden in einem ständigen Kreisen um sich selbst, bis sie am 25. Dezember 1886 nach der Mitternachtsmesse ihre „Weihnachtsgnade“ empfangen hatte. Von einer Minute auf die andere befreite Gott Theresia aus diesem Kreis: „Ja, ich fühlte die Liebe in mein Herz einziehen, das Bedürfnis, mich selbst zu vergessen, um (anderen) Freude zu machen, und von da an war ich glücklich!“

In einem Augenblick hatte Jesus vollbracht was ihr selbst in zehnjähriger Anstrengung nicht gelungen war: Theresia wurde in einem Moment erwachsen.

In der Ordnung der Natur wie auch der Gnade muss man das Kindische hinter sich lassen und wachsen. Die Reifung gehört zum Christen, ja es gibt eine Pflicht zur Reifung, denn Gott hat uns in die Zeitlichkeit gestellt. In Gott bleiben heißt für den Menschen zu wachsen. Gerade hierbei soll uns der kleine Weg der heiligen Theresia vom Kinde Jesu helfen.

Theresias Absicht und Leitgedanke

Die Heilige hat im Grunde ein einziges Verlangen: Jesus zu lieben und auch andere dahin zu führen, Jesus zu lieben.

Dieser Leitgedanke Theresias beinhaltet drei Punkte: Sehnsucht, Freiheit und Verzicht.

Eine Sehnsucht ist dem Menschen ins Herz gelegt, da er auf Gott hin erschaffen ist: die Sehnsucht nach dem Ewigen. Diese ist eine Bewegung des Herzens, die zu Gott hinführt, aber sie muss geläutert werden. Ein Mensch, der in allem nur die Natur sucht und die natürlichen Dinge liebt, wird nicht mehr die Sehnsucht nach dem Übernatürlichen nähren. Sein Verlangen wird aber nie zufriedengestellt; nichts kann ihn sättigen. Alles was nicht Gott ist, vergeht, aber was vergeht, ist Nichts. Erst im Himmel wird das Leben ungetrübt und jedes Verlangen gestillt sein.

Das Verlangen nach der ewigen Glückseligkeit und Heiligkeit muss wachsen, muss glühend werden, muss brennendes Verlangen nach der Vereinigung mit Gott werden – nichts weniger! Man muss wählen zwischen „Allem oder Nichts“.

Gott ist Geist; wo aber der Geist des Herrn ist, da ist Freiheit.

Theresia erkennt: „Die Verschiedenheit der Seelen ist noch größer als die der Gesichter“, und „jeder von uns ist Gegenstand einer besonderen Liebe Jesu“. Das heißt, jeder Mensch ist einzigartig in seinem ganz konkreten Dasein und mit den je eigenen Problemen, und auch im Hinblick auf den Weg seiner Heiligung. Die Vollkommenheit besteht für jeden von uns also darin, das zu sein, was wir dem Willen Gottes nach sein sollen. Das bedarf der Freiheit.

Theresia stellt sich also mit außergewöhnlicher Feinfühligkeit auf jede Schwester im Karmel ein, sie will niemandem einen bestimmten Weg aufzwingen oder ein allgemeines Rezept anwenden. Wie macht sie das? Was ist ihre „Methode“? Sie improvisiert - sie folgt immer dem heiligen Geist.

Es geht für sie immer nur darum, ganz nahe bei Gott zu sein, dann kommen die richtigen Worte über ihre Lippen. So war ihre Seelenführung: einfach und wahr.

Unumstößlich stellt Theresia fest: Alles was nicht Gott ist, ist Nichts. Und das heißt, auf alles was nicht Gott ist, kann verzichtet werden. Dies folgert den dritten Punkt: Durch die Übung von Verzichten und Untersagungen soll Platz geschaffen werden für Jesus allein, und Raum gewonnen werden für das Wehen des heiligen Geistes.

Das Wesentliche ist aber bei allen großen und kleinen Opfern, sich selbst zu vergessen und immer einen intensiven, liebenden Blick auf Gott zu werfen: „...aus Liebe will ich leiden und aus Liebe sogar mich freuen, so werde ich Blumen vor Deinen Thron streuen; nicht eine will ich antreffen, ohne sie für Dich zu entblättern...“

Der kleine Weg

„Der kleine Weg“, so nannte Theresia ihre Art, zu Gott, das heißt zur Heiligkeit zu kommen.

„Wenn ihr nicht umkehrt und werdet wie die Kinder, werdet ihr nicht in das Himmelreich eintreten“ (Mt. 18,3).

Theresia wollte heilig werden – um jeden Preis. „Ich will alles!“ Sie wollte keine halbe Heilige werden, kein Mittelmaß - das ganze Herz!

Sie wusste aber, dass Sie zu klein war, sie konnte nicht einfach größer sein wollen nach dem Vorbild großer Heiliger. Sie musste also als Kleine heilig werden, und sie hielt daran fest: „Gott kann mir keine unerfüllbaren Wünsche eingeben“.

Also suchte sie. Sie schlug die Bibel auf, um darin Antworten auf ihre Fragen zu finden, und sie bekam die Antwort: Die ewige Weisheit sagt, „ist jemand ganz klein, so komme er zu mir“ (vgl. Sp. 9,4), und an einer anderen Stelle heißt es: „Wie eine Mutter ihr Kind liebkost, so will ich euch trösten; an meiner Brust will ich euch tragen und auf meinen Knien euch wiegen“. (Isaias 66, 13.12)

Theresia jubelt auf: „Bei den Reichen ersetzt ein Fahrstuhl die Treppe aufs vorteilhafteste. Auch ich möchte einen Aufzug finden, der mich zu Jesus emporhebt, denn ich bin zu klein, um die beschwerliche Treppe der Vollkommenheit hinaufzusteigen ... Der Fahrstuhl, der mich bis zum Himmel emporheben soll, Deine Arme sind es, o Jesus!“

Gott sagt also nicht, du musst erst groß werden, dann komme zu mir, nein! Das war die Antwort: Gott ist für die Kleinen alles: nicht nur das Ziel, sondern auch der Weg und auch der „Aufzug nach oben“.

Das bedeutet aber, tatsächlich einzuwilligen, klein und unvollkommen zu sein und auch bleiben zu wollen, und sich ganz Gott zu überlassen, insbesondere Ihm das Werk der Heiligung zu übergeben. „Seitdem ich verstanden habe, dass es mir unmöglich ist, etwas aus mir selbst zu tun, seitdem fühle ich mich meinen Aufgaben gewachsen, bzw. fürchte ich nichts, denn Jesus muss wirken“.

Es geht einzig darum, nichts von sich selbst zu erwarten, alles aber von Gott! Man muss sich also in ständiger Verbindung mit Jesus halten, vor jeder Aufgabe, die es zu bewältigen gibt, mit Ihm Kontakt aufnehmen, und dabei auch die Muttergottes um Rat und Hilfe bitten. Der kleine Weg führt mitten hinein in das Herz Jesu – und dies in kürzester Zeit.

Das ist der kleine Weg.

Die geistliche Kindschaft

Die Lehre der heiligen Theresia ist wie ihr ganzes Wesen: demütig und einfach, oder mit anderen Worten, eine „geistliche Kindschaft“.

Die geistliche Kindschaft bedeutet nichts anderes als die Einsicht in das totale Unvermögen, irgendetwas alleine oder aus eigener Kraft tun zu können – wie ein kleines Kind, das total abhängig ist, bei gleichzeitigem grenzenlosem Vertrauen auf Gott, den Vater, der das Kind liebt und der für alles sorgt.

„Wir sind zu klein, um über Schwierigkeiten hinwegzukommen, wir müssen unter ihnen durchschlüpfen“, damit meinte Theresia, Hindernisse und Schwierigkeiten soll man nicht direkt angehen und sich nicht damit auseinandersetzen. In allen Schwierigkeiten und in jeder Prüfung muss man sofort zu Gott gehen, sich in die Arme des Vaters werfen und Ihm alles überlassen, Ihn alles machen lassen.

Der kleine Weg ist deshalb aber keinesfalls ein Weg für weichliche und kindische Gemüter. Es ist ein Weg des Mutes und der Stärke. Theresia duldet keine Kindereien – keine „Kinderschmerzen“: „Ich möchte Sie immer als einen tapferen Soldaten sehen, der nicht über seine Strapazen klagt, sondern der sich fürsorgend um die Wunden anderer kümmert“, mahnt sie die Novizinnen.

Der Schöpfungsplan Gottes ist vom Menschen durchkreuzt worden; Hochmut, Stolz und der Geist der Unabhängigkeit sind Ausdruck der durch den Sündenfall verwundeten Natur des Menschen . Seither geht es für den Menschen immer wieder darum, den Kampf gegen den Stolz und die ungeordneten Leidenschaften zu führen.

Der Glaube an die Liebe Gottes

Das Fundament der geistlichen Kindschaft und grundsätzlich für jedes geistliche Leben überhaupt ist der Glaube an die Liebe Gottes. Gott ist Person und zugleich Liebe. Seine Beziehung zu uns Menschen ist die einer Liebe von Person zu Person; wir sollen Gott lieben als einen lebendigen, ganz nahen Freund. Dabei liebt Gott uns unbeschreiblich mehr als irgendein Mensch, und viel mehr, als wir selbst es mit unserer ganzen Eigenliebe tun könnten. „Gott ist dir näher als du selbst es bist“, sagt der heilige Augustinus.

Gerade in Prüfungen, Versuchungen und in trockenen Zeiten des geistlichen Lebens geht es darum, die Liebe Gottes nicht aus dem Blick zu verlieren. Im Erlebnis der eigenen Ohnmacht und Unvollkommenheit lernt der Mensch sich selbst kennen, so wie er in Wirklichkeit ist. Das eigene Elend ist ein Grund mehr, einfach den Blick auf die Liebe Gottes zu werfen, ja es kann sogar ein Sprungbrett sein für den Aufschwung der Seele zu Gott.

Gott lässt Schwierigkeiten und Prüfungen zu, ausschließlich aus Liebe für uns und zu unserem Heil. Dadurch sollen der Glaube an die Liebe Gottes gefestigt und die Sehnsucht nach Gott genährt werden. Auch um die Tugenden zu vervollkommnen, braucht es die Versuchungen. Sie sind wie eine Poliermasse, durch deren Abrieb die Tugenden wie Gold glänzen. „Was immer mir geschieht, ich will immer nur die Hand Jesu darin sehen“, bezeugt die heilige Theresia. Das ganze gegenwärtige Leben ist eine Übung des Glaubens an die Liebe Gottes.

„Man kann nie zu viel von Gott erwarten, nie zu viel von ihm erbitten.“ Gott bemisst Seine Gnaden nach dem Maß unseres Vertrauens.

Die barmherzige Liebe Gottes

„Ich bin gekommen, um Feuer auf die Erde zu werfen, und wie sehr wünscthe ich, dass es überall brennt!“ (Lk. 12,49) Gott ist ein verzehrendes Feuer der Liebe, ist Liebe, die nach Liebe ruft: „Lasst uns also Gott lieben, weil Er uns zuerst geliebt hat.“ (1 Joh. 4,19)

Die heilige Theresia versteht; sie hat das Geheimnis Jesu entdeckt: Jesus dürstet nach unserer Liebe! Er hat ein brennendes Verlangen danach, uns mit Seiner Liebe zu entflammen und umzuwandeln und uns am ewigen Glück Gottes teilnehmen zu lassen.

Aber so viele Menschen wollen von der Liebe Jesu nichts wissen und weisen Ihn zurück – was für ein Schmerz für das liebeglühende Herz Theresias: „O mein Gott! Soll Deine verschmähte Liebe nunmehr in Deinem Herzen verbleiben? Fändest Du Seelen, die sich Deiner Liebe als Ganz-Brandopfer darböten, ich meine, Du würdest sie schnell verzehren; mir scheint, Du wärest glücklich, die Fluten unendlicher Zärtlichkeit, die in dir sind, nicht länger zurückzudrängen".

Dieses glückliche Opfer wollte Theresia sein, sie wollte sich Jesus dafür anbieten.

Sie verfasste ein entsprechendes Weihegebet und legte am 11. Juni 1895 zusammen mit ihrer Schwester Celine ihre Weihe an die barmherzige Liebe Gottes vor einer Marienstatue ab.

„Sie, geliebte Mutter (Oberin) haben mir erlaubt, mich dem lieben Gott in dieser Weise anzubieten; Sie wissen, welche Ströme oder vielmehr Ozeane von Gnaden meine Seele überströmt haben... Oh! Seit jenem glücklichen Tag will mir scheinen, die Liebe durchdringe und umgebe mich ganz...“, schreibt Theresia an Mutter Agnes de Jésus in ihrer Selbstbiographie.

Das soll genau auch der Höhepunkt und Abschluss dieser Exerzitien sein: Während der sakramentalen Schlussandacht soll jeder von uns diese Weihe vollziehen dürfen.

Der Priester teilte den Text des Weihegebetes aus. Ich erschrak: „Weihe meiner Selbst als Ganz-Brandopfer an die barmherzige Liebe des lieben Gottes“. Ich fürchtete mich vor dem Wort „Opfer“, habe ich doch so viel Angst vor dem Leiden, und ich fürchtete, wenn ich mich als Opfer anbiete, würde ich womöglich zusätzliche Leiden und Prüfungen auf mich herabrufen. „Nein, diese Weihe bedeutet etwas ganz anderes“, wurde ich beruhigt. „Man hat nichts zu fürchten von der Weihe an die barmherzige Liebe, denn von dieser Liebe kann man nur Barmherzigkeit erwarten“, erklärt Theresia, und sie lädt alle Seelen ein, diese Weihe zu vollziehen; die hl. Kirche schlägt sie allen Getauften vor.

Die Weihe an die barmherzige Liebe Gottes

„O mein Gott! Glückselige Dreifaltigkeit, ich verlange danach, Dich zu lieben und dahin zu wirken, dass Du geliebt wirst...“, so beginnt das Weihegebet der hl. Theresia vom Kinde Jesu, das wir gemeinsam Samstagmittag vor Jesus im ausgesetzten Allerheiligsten andächtig sprechen.

„... Um in einem Akt vollkommener Liebe zu leben, weihe ich mich als Ganz-Brandopfer Deiner barmherzigen Liebe und bitte Dich, mich unablässig zu verzehren, die Ströme unendlicher Zärtlichkeit, die in Dir beschlossen sind, in meine Seele überfließen zu lassen, damit ich eine Märtyrin Deiner Liebe werde, o mein Gott...“

Heute werden wir abreisen und in unseren Alltag zurückkehren. Jetzt geht es darum, den Akt der Hingabe anzuwenden und immer wieder zu erneuern. Die Weihe an die barmherzige Liebe muss zu einer „Hingabe-Bewegung“ werden, einem Rhythmus, der gleich dem Atem ein Rhythmus des Lebens ist. Das muss immer wieder geübt und eingeübt werden; Tag für Tag sammeln wir Erfahrungen. Gott ist behutsam, und er wird uns nur nach und nach umformen.

Der Rhythmus der Hingabebewegung beginnt immer damit, dass man sich einer Prüfung bewusst wird und darunter leidet. Man muss die Situation, in der man ist, genau anschauen, alles ganz real erfassen, nichts schönreden oder leugnen, sondern ehrlich sein und die wahren Hintergründe, z.B. eine verletzte Eigenliebe, erkennen; und dann nicht bei den Schwierigkeiten stehen bleiben, nicht grübeln, nicht verzweifeln und auch nicht den Feind mit eigener Kraft angehen, sondern sich sofort in die Arme Gottes werfen, gleichsam einer Art geistlicher Reflexbewegung. Die eigenen Grenzen und Schwierigkeiten soll man einfach demütig annehmen, vertrauensvoll alles Gott hingeben und alles Gott überlassen.

Nun soll und kann man freudig, der Situation entsprechend, z.B. eine lästige Arbeit verrichten, einen schwierigen Mitmenschen ertragen oder auch ein Leiden aushalten.

„Nichts soll dich ängstigen, nichts dich erschrecken, alles vergeht, Gott bleibt Derselbe...", sagt eine andere große heilige Theresia - Theresia von Avila.

Gott sieht mich - Er kennt mich und alle meine Bedrängnisse; Er ist allmächtig - Er kann alles heilen, und Er liebt mich unendlich - Er wird alles gut machen.

Gott ist Gott. Das genügt.

(Zitate von Theresia sind aus dem Gedächtnis und der Mitschrift von den Exerzitien, aus „Therese von Lisieux - Selbstbiographie“ und aus „Celine Martin, Die kleine Therese von Lisieux, Aufzeichnungen und Erinnerungen ihrer Schwester“)

Exerzitienbericht von Barbara Kronbeck