Ärzte, Apotheker, Wissenschaftler und Psychotherapeuten haben Bedenken gegen Impfung

18. März 2021
Quelle: fsspx.news

Im Artikel der Vorwoche haben wir die Frage gestellt: Kann sich ein Arzt mit der Impfung gegen Covid-19 mit den derzeit verfügbaren Impfstoffen ganz sicher sein, dem Patienten nicht zu schaden, wo wir doch über zu wenige Daten verfügen, was potentielle Nebenwirkungen und Langzeitfolgen betrifft?

Ein offener Brief

Diese Frage haben sich mehr als 200 Ärzte, Apotheker, Wissenschaftler und Psychotherapeuten in Deutschland gestellt und haben schon Anfang Februar d. J. einen offenen Brief an die Deutsche Bundesärzte- und Bundesapothekerkammer geschrieben,  weil sie gegen die Impfstoffe gegen Covid-19 Bedenken aus „ medizinisch-wissenschaftlichen, ethischen und berufsrechtlichen Gründen“ hatten. Sie verwiesen auf das Arzneimittelgesetz 1978 wo man – als Lehre aus der Contergan-Katastrophe – strenge gesetzliche Anforderungen für die Entwicklung, Herstellung und Prüfung von Arzneimitteln und Impfstoffen geschaffen und seither immer weiter verbessert hat.  

Weiters betonten sie, dass die klinischen Studienphasen 1 und 2 für die Testung der SARS-CoV-2-Vakzine stark verkürzt wurden und dadurch unkalkulierbare Risiken in Kauf genommen werden, sowie dass Langzeitstudien aufgrund der kurzen Entwicklungszeit der SARS-CoV-2-Vakzine fehlen. Vor allem im Hinblick darauf, dass es sich um Impfstoffe mit neuen Wirkmechanismen handelt, müsste man das Nutzen-Risiko-Profil besonders sorgfältig prüfen. 

„In drängender Sorge….“ 

Schließlich kommen sie zu dem Schluss:

In drängender Sorge bitten wir unsere Standesvertretungen, die oben aufgeführten Aspekte in die Überlegungen zur Impfung gegen SARS-CoV-2 einzubeziehen, über Risiken angemessen aufzuklären und die bisherige offene oder indirekte Befürwortung der Impfung zu beenden.

Bei der Lektüre des offenen Briefes, muss man zu dem Schluss gelangen, dass hier Ärzte und andere Fachleute (sie sind alle namentlich angeführt) sprechen, die dem ärztlichen Prinzip folgen, nach dem der Arzt dem Patienten niemals Schaden zufügen darf. Sie fühlen sich verpflichtet, ihre Bedenken gegenüber ihrer Standesvertretung zu äußern und erfüllen mit ihrer Haltung die Erwartung, die man als Patient einem Arzt gegenüber hat. 

Umkehrung der Werte

Drei Wochen später, am 23. 2.2021 findet sich auf der Webseite des Bayerischen Rundfunks (BR 24) ein Artikel unter dem kompromittierenden Titel: „Desinformation durch Ärzte und Apotheker“. Die Verfasser des offenen Briefes werden als „vermeintliche Experten“ bezeichnet und ihre Argumente werden vom Tisch gefegt. Der Brief „suggeriere gefährliche Nebenwirkungen“ und hinsichtlich der Bedenken wegen möglicher Langzeitwirkungen heißt es:  „Fehlende Langzeitstudien sind kein Sicherheitsrisiko, da im Fall der Impfstoffe gegen SARS-CoV-2 durch die Kombination von klinischen Studien und dem ‚Rolling Review‘ Zeit gespart wurde, die normalerweise zwischen den klinischen Studien liegt.“[1]

Spätestens an diesem Punkt versteht man die Welt nicht mehr, denn es ist unmöglich, durch eine Zeitersparnis fehlende Erfahrungen hinsichtlich der Langzeitbeobachtung nach einer Impfung auszugleichen. Welches Verständnis von Verantwortung liegt hier vor? Bei der Impfung gegen Covid-19 geht es nicht um die Impfung einer winzigen Bevölkerungsgruppe. Es ist das erklärte Ziel, die gesamte Weltbevölkerung zu impfen, um die Pandemie zu bekämpfen. Darum müssen besonders hohe Maßstäbe hinsichtlich der Sicherheit der Impfstoffe angelegt werden, darum muss besonders verantwortungsvoll und vorsichtig damit umgegangen werden - genau so, wie es die 215 Unterzeichner in Deutschland gefordert hatten! Wir erleben derzeit die extreme Verunsicherung der Bevölkerung bezüglich des Impfstoffes von AstraZeneca. Thrombosen und Embolien sind gefährliche Krankheiten, die lebensgefährlich werden können. Sobald ein Verdacht besteht, es könnte ein Zusammenhang mit der Impfung bestehen, müsste diese vorläufig ausgesetzt werden – zumindest wurde es bisher so gehandhabt. Mehr als die Hälfte der europäischen Länder tat das auch, andere hingegen, darunter auch Österreich, setzten die Massenimpfungen mit diesem Impfstoff fort. 

Der Preis der Panik

Die Ärzte führten in ihrem offenen Brief das Beispiel einer Impfung an, die eindeutig ein negatives Nutzen-Risiko-Verhältnis hatte: die Pandemrix-Impfung gegen H1N1-Viren (Schweinegrippe) im Jahr 2009. Als Nebenwirkung kam es einige Jahre später bei Kindern, Jugendlichen und jungen Erwachsenen zum Auftreten einer Narkolepsie (eine Form der Schlafkrankheit). Hier handelt es sich um eine schwere neurologische Erkrankung, für die es keine Heilung gibt und die den vormals gesunden Menschen zu einem Patienten macht, der lebenslang Hilfe von seiner Umwelt benötigt und der massiv unter dieser Krankheit leidet. Bis zum Jahr 2015 waren in der Datenbank der Europäischen Arzneimittelagentur mehr als 1.300 Fälle bekannt geworden. Damals kam die erschwerende Tatsache dazu, dass durch die Impfung kein besserer Schutz vor der Erkrankung nachweisbar war. Die Kosten-Nutzen-Bilanz war somit eindeutig negativ!
Was lesen wir im Artikel des Bayerischen Rundfunks dazu? „Dadurch (durch die Erwähnung dieser Spätfolge, Anm.) wird suggeriert, dass der mögliche Schaden einer Impfung gegen SARS-CoV-2 größer als ihr Nutzen sei. Das ist irreführend.“ Die Ärzte haben nichts suggeriert, sondern lediglich darauf hingewiesen, dass es Langzeitnebenwirkungen geben kann. 

Am Ende bleibt die Ratlosigkeit 

Vieles, von dem, was wir im letzten Jahr erlebt haben, verstehen wir nicht. Ärzten mit Verantwortungsgefühl wird die Kompetenz abgesprochen, die Bevölkerung hingegen wird zu einer Impfung gedrängt, deren Langzeitwirkungen unbekannt sind, während niemand bereit ist, für die möglichen Folgeerscheinungen Verantwortung zu übernehmen Wie passt das noch in unser Weltbild? Und am Schluss darf die Frage gestellt werden: Können wir denen vertrauen, die uns diese Impfung empfehlen? 
 



Hier können Sie den vollen Wortlaut ihres offenen Briefes lesen ►
Hier der Artikel des Bayrischen Rundfunks ►

  • 1. Rolling Review bedeutet, dass die Beurteilung des Impfstoffkandidaten durch die Arzneimittelbehörde bereits begonnen wird, bevor alle erforderlichen Daten für einen normalen Zulassungsantrag eingereicht wurden.