16. September - Hll. Kornelius und des hl. Cyprian

16. September 2020
Quelle: Distrikt Österreich

Fest des hl. Kornelius, Papst und Martyrer, † 253 zu Civitaecchia, und des hl. Cyprian, Bischof und Martyrer, † 258

Kornelius stammte aus Rom; er war Papst zur Zeit der Kaiser Gallus und Volusianus. Mit Hilfe der Luzina, einer heiligmäßigen Frau, übertrug er die Leiber der Apostelfürsten Petrus und Paulus von den Katakomben an einen passenderen Ort. Luzina bestattete den Leib des heiligen Paulus auf ihrem Landgut an der Straße nach Ostia, nahe bei der Stelle, wo er enthauptet worden war. Den Leib des Apostelfürsten setzte Kornelius nicht weit von der Stätte entfernt, wo er gekreuzigt worden war, bei. Als dies den Kaisern hinterbracht wurde, sowie auch, daß unter dem Einfluß des Papstes viele Christen wurden, da wurde dieser nach Centumcellae verbannt; hier tröstete ihn der heilige Cyprian, Bischof von Karthago, durch einen Brief.

Als sie sich aber häufig gegenseitig diesen christlichen Liebesdienst erwiesen, nahmen die Kaiser dies ungünstig auf; sie ließen Kornelius nach Rom bringen und wie einen Majestätsverbrecher mit Bleiruten geißeln; dann schleppten sie ihn zum Standbild des Mars und befahlen ihm, diesem ein Opfer darzubringen. Da er eine solche gottlose Handlung mit Abscheu zurückwies, wurde ihm das Haupt abgeschlagen am 16. September. Die heilige Luzina bestattete unter Mithilfe verschiedener Kleriker seinen Leib in einer Sandgrube auf ihrem Landgut, nahe beim Zömeterium des Kallistus. Er regierte als Papst ungefähr 2 Jahre lang.

Aus dem Buch des hl. Priesters Hieronymus über die Kirchenschriftsteller

Cyprian aus Afrika lehrte zuerst unter großem Beifall die Beredsamkeit. Auf Zureden des Priesters Cäcilius, von dem er auch seinen Beinamen erhielt, wurde er dann Christ und verteilte sein ganzes Vermögen an die Armen. Bald darauf wurde er zum Priester erwählt und sogar zum Bischof von Karthago bestellt. Es erübrigt sich, hier von seinen großen Geistesgaben noch weiter zu sprechen, da seine Werke Heller leuchten als die Sonne. Er starb den Martertod unter den Kaisern Valerian und Gallienus, und zwar am gleichen Tage wie Kornelius in Rom, doch nicht im gleichen Jahr.

Kirchengebet

Herr, gewähre unseren Bitten mit der Festfreude auch die Segensfrucht; wie wir nämlich alljährlich den Tag des Martyriums der hll. Blutzeugen Euphemia, Lucia und Geminianus in heiliger Feier ehren, so laß uns ihnen auch nachfolgen in der Standhaftigkeit im Glauben.

Quellen: Römisches Brevier 1950, Schott-Messbuch 1962