Arme-Seelen-Ablass

2018
Quelle: Distrikt Österreich

Vom 1. - 8. November kann täglich ein vollkommener Ablaß gewonnen werden (der nur den Armen Seelen zugewendet werden kann):

Am 1. und 2. November
 

  • Eine Kirche, eine öffentliche Kapelle oder einen kirchlichen Friedhof besuchen
  • und ein Vaterunser und das Glaubensbekenntnis für die Armen Seelen beten.

Vom 3. bis 8. November täglich
 

  • Einen kirchlichen Friedhof besuchen
  • und ein Gebet für die Verstorbenen verrichten.
     

Hinzu kommen die üblichen Bedingungen:

  • die allgemeine Absicht, die Ablässe zu gewinnen;
  • Gnadenstand (wenigstens bei Beendigung des vorgeschriebenen Werkes oder Gebetes);
  • sakramentale Beichte (8 Tage vor oder nach dem Ablaßwerk);
  • hl. Kommunion (am Tage des Ablaßwerkes);
  • Gebet nach der Meinung des Heiligen Vaters (1 Vaterunser; 1 Gegrüßt seist du, Maria; 1 Ehre sei dem Vater);
  • keine Anhänglichkeit an eine läßliche Sünde (= aufrichtiger Wille, auch jede läßliche Sünde zu meiden).

Wer eine Bedingung nicht oder nicht vollkommen erfüllt, gewinnt einen Teilablaß.

„Requiem aeternam dona eis Domine, et lux perpetua luceat eis. Herr, gib ihnen die ewige Ruhe, und das ewige Licht leuchte ihnen.“

Ablassordnung zum Download

Aus den Katechesen des hl. Pfarrers von Ars

Kap. 6: „Das heilige Meßopfer“

Wenn man den Wert des hl. Meßopfers erkännte oder vielmehr, wenn man Glauben hätte, so würde man viel mehr Eifer haben, um demselben beizuwohnen.

Meine Kinder, ihr erinnert euch noch wohl der Geschichte, welche ich euch schon einmal erzählt habe, von dem hl. Priester, welcher für seinen Freund betete. Gott der Herr hatte ihn deutlich erkennen lassen, dass derselbe im Fegefeuer war. Es kam ihm nun der Gedanke, dass er nichts Besseres tun könne, als das hl. Meßopfer für die Seele seines Freundes darzubringen. Bei der hl. Wandlung nahm er die hl. Hostie in seine Hand und sprach: „Heiliger und ewiger Vater, wir wollen einen Tausch machen. Du besitzest die Seele meines Freundes im Fegefeuer, und ich besitze Deinen Sohn in meiner Hand. Wohlan, lasse meinen Freund los; ich biete Dir dafür Deinen Sohn mit allen Verdiensten Seines Leidens und Sterbens.“ In der Tat sah er im Augenblick der Elevation die Seele seines Freundes, ganz strahlend von Glorie, zum Himmel steigen.

Wohlan, meine Kinder, machen wir es ebenso, wenn wir etwas vom lieben Gott erlangen wollen. Bieten wir Ihm nach der hl. Kommunion Seinen vielgeliebten Sohn mit allen Verdiensten Seines Leidens und Sterbens dar. Er wird uns dann nichts verweigern können.