Das Regionalmagazin "Der Platzhirsch" veröffentlicht ein Interview mit P. A. Steiner

18. September 2020
Quelle: Distrikt Österreich
Der Piesendorfer Andreas Steiner (48) lebt in einem Orden der Priesterbruderschaft St. Pius X. im französischen Chorges.

Das Pinzgauer Regionalmagazin "Der Platzhirsch", das monatlich erscheint, veröffentlicht einen Artikel über Pater Andreas Steiner, einen Priester der Priesterbruderschaft St. Pius X., der selbst aus dem Pinzgau stammt und jetzt in einem Kloster in Frankreich lebt und wirkt.

Die Reportage im Pinzgauer Regionalmagazin interessiert sich für den Pinzgauer Priester, der einen ungewöhnlichen Weg eingeschlagen hat.  Zuerst porträtiert das Blatt die Priesterschaft wie sie allgemein in den Medien dargestellt wird: 

„Die Piusbrüder missbilligen die Religionsfreiheit, die Ehescheidung, die Homosexualität, die Gleichberechtigung der Frau, die Abtreibung, die Trennung von Staat und Kirche und, generell, die Aufklärung.'Sie sind, wenn man so will, päpstlicher als der Papst“, heißt es über den Zusammenschluss der konservativen Katholiken, der sich mit Rom zerstritten hat.'"

Dieses Urteil jedoch hindert den Platzhirsch nicht die Vitalität der Priesterbruderschaft wahr zu nehmen. Während die Katholische Kirche allgemein von einer tiefen Krise getroffen ist sieht die Priesterbruderschaft grossen Zulauf. Der Platzhirsch stellt darum die Frage: "Was ist ihr Geheimnis?" Für Pater Steiner ist der Zuspruch wenig erstaunlich:

„Gerade junge Menschen erwarten sich von der Kirche mehr als nur den schal gewordenen Satz ,Wir kommen alle, alle in den Himmel!‘“, meint der Pinzgauer. „Wenn man den Menschen immer nur sagt: ,Lebt wie ihr wollt, Gott ist ein alter Großvater auf Wolke sieben, der zu allem brav Ja und Amen sagt!’, dann ist die Verkündigung so hohl wie eine ausgefressene Haselnuss“, findet er deutliche Worte. „Es ist doch klar: Wenn Gott wirklich existiert, dann ist er das höchste und heiligste Wesen, dem Anbetung, Lob und Ehre gebühren. Dann ist es Aufgabe jedes Menschen auf Erden, Gott zu erkennen, ihm zu dienen, ihn zu lieben, um nach dem Tod mit ihm vereint zu werden. Das ist der Zweck unseres Erdendaseins, und das ist eine glaubwürdige Verkündigung, welche gerade eine
sinnentfremdete Zeit höchst notwendig braucht. Das zieht natürlich all jene Menschen an, die ihren Glauben wieder ernst nehmen wollen.“

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Reportage aus dem Pinzgauer Regionalmagazin Platzhirsch "Der Piusbruder" (Im Portrait: Piusbruder Andreas Steiner S. 10 - 14).