Der Weg zu Gott!

05. Juli 2022
Quelle: Distrikt Österreich

Gott ist das Ziel unseres Lebens. Zu ihm müssen wir gelangen. Der Weg ist oft steil. Aber wir gehen ihn nicht hilflos. Durch die Gnadenmittel gibt uns Gott die Kraft, und er weist uns den Weg durch die Gebote. Die Gebote sind Wegweiser zu unserem ewigen Glück.  

„Willst du zum ewigen Leben eingehen, dann halte die Gebote“, so sagte Jesus zum reichen Jüngling (Mt 19, 17). 

Wer ist unser Führer und Vorbild auf dem Weg zu Gott?  

Unser Führer und Vorbild auf dem Weg zu Gott ist Jesus Christus, unser Erlöser. 

Zu seinen Aposteln sagte Jesus: „Ich bin der Weg, die Wahrheit und das Leben. Niemand kommt zum Vater als durch mich“ (Joh 14,6). 

Welches ist der sicherste Weg zur ewigen Heimat?  

Der sicherste Weg zur ewigen Heimat ist die Nachfolge Christi.  

„Wir tragen den Namen Christ umsonst, wenn wir nicht Nachfolger Christi sind“ (Papst Leo d. Gr.).  

Willst du sicher wissen, wie du handeln sollst, dann frage dich:  

Was hätte der Heiland getan? Wie würde er dir raten?  

Der Heiland hat in allem den Willen seines Vaters erfüllt. Wir müssen das Gleiche tun. Dazu hilft uns Gott: Er spricht zu uns durch die Stimme des Gewissens. 

Was ist das Gewissen?  

Das Gewissen ist die Stimme unserer Vernunft, durch die uns Gott zum Guten mahnt und vor dem Bösen warnt.  

„Auf den Rat des Gewissens gib wohl acht; denn einen treueren Berater als diesen hast du nicht“ (Sir 37,13). Glaube und Gnade erleuchten und stärken das Gewissen. 

Wie macht uns das Gewissen?  

Das gute Gewissen macht uns ruhig und froh; das schlechte Gewissen macht uns ruhelos und unglücklich.  

„Es gibt keine schönere Freude als das gnadenvolle Bewusstsein eines reinen Gewissens“ (Ambrosius). Wer durch ein schlechtes Gewissen gefoltert wird, der wird sich selbst zur Qual. Einem bösen Gewissen kann man nicht entlaufen. 

Haben alle Menschen ein Gewissen?  

Alle Menschen haben ein Gewissen, auch jene, die den christlichen Glauben nicht kennen.  

So lehrt der heilige Paulus: „Die Heiden zeigen, dass das Gesetz Gottes in ihren Herzen geschrieben ist; denn das Gewissen gibt ihnen davon Zeugnis“ (Röm 2,15).  

Ein guter Mensch hört auf sein Gewissen und hält es wach. Ein schlechter sucht es zu übertönen und abzustumpfen. Ertöten kann man es nicht. 

 

Aus dem Katechismus für die Diözese Basel, die Bischof Franziskus von Streng (1884–1970) für sein Bistum approbiert hat.