Durch Gottes Gnade Ihm ähnlich werden

24. Juni 2022
Quelle: fsspx.news
Tabernakel am Hauptaltar der Minoritenkirche

Mit dieser Speise an der Gottesnatur Anteil gewinnen, heißt, mit Hilfe der Gnade der Vollkommenheit Gottes verähnlicht werden. Die Gnade aber ist ein Erguss der Vollkommenheit Gottes in die Seele, wodurch sie Gott verähnlicht und so Ihm wohlgefällig sowie des ewigen Lebens würdig wird.

Der Freigebigkeit Gottes genügt es also nicht, durch diese Speise unseren Verstand zu erleuchten, unseren Willen zu heilen, unser Gemüt zu erfreuen, den ganzen Menschen im Guten zu bestärken und ihn mit Seinem mystischen Leibe zu verbinden; noch mehr: sie macht ihn Gott ähnlich. Das ist der höchste Grad, der Überstrom der Freigebigkeit Gottes, wenn man den Nutzen für den Empfänger in Betracht zieht. Denn niemand kann das Geschöpf noch höher erheben, als dass er seinem Schöpfer verähnlicht werde, jetzt durch die Gnade, und dereinst durch die Glorie.

Hl. Albertus Magnus, Bischof und Kirchenlehrer (gest. 1280)

 

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