Ein ewiges Vergelt‘s Gott den Spendern! - Weltmissionsopfer für den Libanon

05. Mai 2021
Quelle: Distrikt Österreich

Am Weltmissionssonntag vergangenen Jahres haben wir im Distrikt Österreich für den Libanon gesammelt.

Der Libanon ist ein kleines, schönes, landschaftlich sehr abwechslungsreiches Land nördlich von Israel am Mittelmeer gelegen. Man nannte den Libanon bis vor kurzem noch die Schweiz des Orients, weil es ein verhältnismäßig sehr reiches Land gewesen war. 

Die Vorfahren der Libanesen waren die Phönizier, denen man die Erfindung des Alphabetes zuschreibt. Der Libanon hat an die 6,8 Millionen Einwohner, davon sind eine gute Million Flüchtlinge aus den benachbarten muslimischen Ländern, vor allem Syrien. Etwa ein Drittel der Einwohner lebt im Ballungsraum der Hauptstadt Beirut. Etwa 40 Prozent der Einwohner sind Christen, wobei verschiedene Richtungen und Riten anzutreffen sind: griechisch-katholische, griechisch-orthodoxe, armenische, maronitische Christen. Die weiteren 60 Prozente teilen sich verschiedene muslimische Glaubensgemeinschaften: Schiiten, Sunniten, Ismailiten, Drusen, Alawiten.

Die Priesterbruderschaft betreut schon seit über 40 Jahren eine Messgemeinde, die vor allem in den letzten beiden Jahren auf über 50 Gläubige angestiegen ist. Wir haben keinen Priester der FSSPX vor Ort. Der Hauptverantwortliche, P. Patrice Laroche, fliegt ca. alle zwei Monate für etwa 10 Tage hin oder bittet auch andere Mitbrüder dies zu tun, um die Gläubigen mit Sakramenten, Vorträgen und Einkehrtagen zu versorgen. Die intellektuell gebildeten, aber doch sehr einfachen und anspruchslosen Gläubigen schätzen die Dienste der Priester der FSSPX sehr und heißen durch ihre warmherzige Art jeden Priester herzlich willkommen. Sie wissen ja um die Wichtigkeit der Sakramente und die Verbundenheit mit der katholischen Kirche Jesu Christi.

Seit gut einem Jahr ist die wirtschaftliche Situation verheerend geworden. Die Corona Krise und die gewaltige Explosion vom 4. August 2020 mit 180 Toten, 6000 Verletzten und 300000 Menschen ohne Unterkunft haben dem Land einen weiteren kaum heilbaren Schaden zugefügt. 

Die aktuelle Lage ist katastrophal: Mehr als die Hälfte der Einwohner lebt unter der Armutsgrenze, davon ist etwa eine Million Menschen völlig mittellos geworden. Die Inflationsrate liegt im Jahr 2020 schon bei 85% im Vergleich zum Vorjahr. 

Liebe Gläubige, dank Ihrer Großzügigkeit wurden für den Libanon 6000 Euro gesammelt. Damit haben unsere Gläubigen vor Ort bis jetzt schon sehr viel Gutes getan: Sie haben Kranke besucht, Medikamente und Krankenhauskosten übernommen. Sie sind Sterbenden beigestanden und haben arme Familien unterstützt, damit die Kinder in die Schule gehen können. 

Weil die Inflation noch weiter ansteigt und deswegen sogar die Barbehebungen staatlich reguliert werden, haben unsere Gläubige mit Ihren Spenden einen zwei Tonnen schweren Vorrat an Lebensmitteln angelegt. 

Schließen wir die Menschen im Libanon eifrig in unser Gebet mit ein!

Quelle: Pater Markus Buchmaier