Eröffnung des ersten Priorates der FSSPX in Ungarn (Farkasgyepű)

20. September 2020
Quelle: Distrikt Österreich

Predigt von P. Klaus Wilhelm zur Eröffnung des ersten Priorates der Priesterbruderschaft St. Pius X. in Ungarn (Farkasgyepű) bei Veszprem am 14. September 2020.

Hochwürdige, liebe Mitbrüder! Sehr geehrte Herr und Frau Keßel! Liebe Freunde!

Wir feiern heute das Fest "Kreuzerhöhung". Dieses Fest haben wir für die offizielle Eröffnung unseres Vorpriorates in Farkasgyepű erwählt, das wir heute im kleinen familiären Rahmen unserer Hausgemeinschaft und einiger Mitbrüder und Freunde begehen. Obwohl die Priesterbruderschaft St. Pius X. schon 30 Jahre lang in Ungarn wirkt, wird dieses Haus in Farkasgyepű das erste ständig und fix von Priestern besetzte Haus sein - das bedeutet nämlich die Bezeichnung "Priorat". P. Aradi und ich werden die ersten Priester sein, die von hier aus wirken werden. Wir hoffen natürlich, dass sich weitere Priester unserer geistlichen Kommunität anschließen werden.

Wir überlegten nur kurz, unter welches Patronat wir das Priorat stellen sollten. P. Aradi schlug schließlich vor: "Heilig-Kreuz". Warum? Die Antwort lautet: weil die Priester, die im gegenwärtigen liberalen "Mainstream" konservativ und traditionell eingestellt sind, Leiden auf sich nehmen müssen. Sie werden überall in der Welt - und so auch in Ungarn und speziell hier in der Diözese Veszprem - von den Bischöfen benachteiligt und verfolgt. P. Aradi und anderen traditionstreue Priester können davon "ein Lied singen".

Das Patrozinium "Heiliges Kreuz" erinnert uns an das hl. Messopfer. Das ist gegenwärtig der Stein des Anstoßes, "den die Bauleute verwarfen". (Psalm 118,22; Matthäus 21:42; Markus 12:10,11; Lukas 20:17; Apostelgeschichte 4:11) Er "ist zum Eckstein geworden. Von dem Herrn ist das geschehen, und es ist wunderbar in unseren Augen". (Matthäus 21:42)

Die Bauleute sind die Verantwortlichen der Kirche, die aufbauen sollen, zurzeit aber mit dem Abriss der Kirche beschäftigt sind. Das merkt man unter anderen daran, dass die Priester, die das ehrwürdige, überlieferte, tridentinische hl. Messopfer feiern, früher oder später ins Visier der modernistisch gesinnten Obrigkeit geraten. Kann man so etwas begreifen? Wie ist es möglich, dass die Kirche das verbieten möchte, was ihr jahrhundertelang das Heiligste war, das Herzstück, das Zentrum des Glaubens? - Die Antwort lautet: Ja, man kann es begreifen! Wie Seine Exzellenz, Erzbischof Marcel Lefebvre öfters darlegte, wird diese hl. Messe verfolgt, weil sie nicht ökumenisch und nicht liberal, sondern katholisch ist! Unser Herr Jesus Christus steht als der einzige Herr und Erlöser im Mittelpunkt, als der einzig wahre Gott, der sich für das Heil der Menschen am Kreuz hinopfert und auf diese - und keine andere Weise - unsere Erlösung wirkt.

"In cruce ... salus! Im Kreuz ist Heil!" (Worte im Introitus vom Fest Kreuzerhöhung) Ja, die Welt möchte es anders haben, sie möchte nicht die Botschaft vom Kreuz hören. Lieber im Genuss und leichtsinnigen Leben aufgehen, ohne Gott und ohne das Credo und die 10 Gebote. Lieber sich in der flüchtigen Welt und der künstlichen Welt der Elektronik verlieren, als sich um das ewige Heil seiner Seele kümmern. Wie damals bei der Kreuzigung Jesu sagen die Leute: "… er steige jetzt herab vom Kreuz, dass wir sehen und glauben!" (Matthäus 27,40f; Markus 15,30-32)

Wir hingegen wollen es als Diener Jesu Christi anders halten, der Welt entgegengesetzt. Wir gründen dieses "Heilig-Kreuz-Priorat" und setzen das Kreuz und somit das hl. Messopfer ins Zentrum unseres Wirkens. "Wir aber verkünden Christus, den Gekreuzigten!" (1 Kor 1,23) Davon soll unsere priesterliche Spiritualität erfüllt sein. Das Kreuz Jesu Christi ist für uns die einzige Leiter, die zum Himmel führt und nicht nur ein unverbindliches Angebot im ökumenischen Konferenzreigen der Religionen.

Zur Muttergottes unter dem Kreuz wollen wir die Menschen führen und weiter zum geöffneten Herzen Jesu, aus dem "Blut und Wasser" (Joh. 19,34) fließen, das heißt die Sakramente der Kirche hervorgehen. Wir bauen auf den Segen Gottes, Er wird uns führen!

Ein aufrichtiges Vergelt's Gott möchten wir Herrn und Frau Keßel aussprechen! Sie haben sich 20 Jahre von Gott führen lassen, um ein Werk für Priester aufzubauen. Dafür haben sie auf diesem Anwesen in Farkasgyepű unermüdlich gearbeitet. Kraft, Zeit und Geld haben sie investiert. Nun hat sich dieses Werk für Priester durch eine Reihe von Umständen plötzlich verwirklicht. Gott möge ihnen ihr Vertrauen und ihre Mühen reichlich vergelten!

Beten Sie alle, die Sie hier bei der Feier sind, und alle, die Sie von unserem Priorat in Zukunft noch hören werden, mindestens einen Rosenkranz zum guten Gelingen unseres Werkes. Ein herzliches "Vergelt's Gott!" im Voraus! Wir werden auch für Sie beten!

Schließen wir nun die Predigt zur Eröffnung des Priorates mit dem Zeichen unseres Patroziniums "im Namen des Vaters und des Sohnes und des Hl. Geistes. Amen."

Spenden für das Vorpriorat in Farkasgyepű

Wir freuen uns über jede Spende, die Sie für die katholische Tradition geben. Ganz besonders würde es uns freuen, wenn Sie im Falle einer Spende an untenstehendes österreichisches Konto der Priesterbruderschaft beim Verwendungszweck ein "für Ungarn" dazu vermerken würden. Die laufenden Kosten der Erhaltung und des Apostolates müssen bestritten werden, und wir schließen alle ins Gebet ein, die uns dabei helfen.

Spendenkonto der Priesterbruderschaft St. Pius X. in Österreich
Sparkasse Waldviertel-Mitte Bank AG
IBAN: AT94 2027 2034 0001 0918
BIC: SPZWAT21XXX
Verwendungszweck: für Ungarn
 

Kontakt
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Petöfi Sandor utca 7
H-8582, Farkasgyepű

Prior: Pater Klaus Wilhelm (deutsch / englisch)
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Pater László Aradi (ungarisch / deutsch / englisch)
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