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Gottesdienstordnung • Priorat Maria Hilf • Oktober / November 2018

11. Oktober, 2018

Aus dem Vorwort der Gottesdienstordnung des Priorates Innsbruck, 
von Pater Joseph Stannus.
 

„Christus ist alles und in allen!“ (Kol 3,11)

Liebe Gläubige,

in diesem Sommer hat es Änderungen gegeben in der Besetzung der Ämter innerhalb der Priesterbruderschaft. Das Kapitel in Ecône hat einen neun Generaloberen gewählt, Pater David Pagliarani, und ihm zwei Assistenten zur Seite gestellt, S.E. Mgr. Alfonso de Galarreta und Pater Christian Bouchacourt. Diese Oberen haben die Aufgabe, das Schiff der Priesterbruderschaft weiterzusteuern durch die Fluten der Welt. Wir wollen sie mit unserem Gebet unterstützen. Sie geben weiter, was sie empfangen haben, wie unser Gründer es getan hat!

Hier in Innsbruck ist das auch unsere Absicht! „Ich habe euch überliefert, was ich selbst empfangen habe“ (1 Kor 15,3) sagt der Hl. Paulus. Das bleibt die Aufgabe der Kirche durch alle Jahrhunderte: den Glauben unversehrt weiterzugeben, ihn rein zu bewahren von Irrtümern, wie diese auch heißen und von welcher Seite sie auch kommen mögen, und ihn in aller Einfachheit verkünden, durch Predigt, Katechese, Beispiel und gute Lektüre.

Manche Menschen sind sehr bemüht um eine gute, gesunde Kost für den Leib, was auch berechtigt ist. Ebenso müssten wir es sein für unsere Seele! Besorgt, dass wir uns im Glauben bilden, dass wir in den Kenntnissen über Gott, über die Allerseligste Jungfrau Maria, über die Heilsmittel wachsen.

Natürlich müssen wir uns auch schützen vor den Gefahren, vor den Zeitirrtümern. In unsere Zeit sind die gefährlichsten Irrtümer der Liberalismus und der Modernismus. Der Liberalismus stellt Wahres und Falsches auf dieselbe Ebene, will die Grundsätze der Welt und die Grundsätze der Kirche versöhnen, wobei wir doch wissen: „Niemand kann zwei Herren dienen!“ (Mt 6,24). Der Modernismus ist ein bösartiger Irrtum, der vorgibt, alles zu glauben, was die Kirche lehrt, dabei aber den Sinn der Wörter verdreht, und letztlich alles leugnet, das Evangelium ihres Inhalts entleert, und Häresien verbreitet. Es ist das große Verdienst des Erzbischofs Mgr. Marcel Lefebvre, die Gefahren dieser Lehren, die sich beim II. Vatikanum in die Kirche eingeschlichen haben, erkannt und entlarvt zu haben. Lesen Sie seine Bücher! Er ist von der Vorsehung erwählt worden, um den Schatz der Überlieferung in einer Zeit der Krise zu wahren. Er gibt uns Richtlinien für unsere Zeit.

Wir sind schon im Monat Oktober, dem Rosenkranzmonat. Erneuern wir unser Vertrauen auf dieses einfache Mittel, das uns die Muttergottes geschenkt hat, den Rosenkranz. „Es gibt kein Problem, sei es zeitlicher Art oder vor allem geistlicher Art, ... so schwierig es auch sei, das wir nicht durch das Gebet des Rosenkranzes lösen könnten“ sagt Schwester Lucia, die begnadete Seherin von Fatima. Und die Geschichte gibt ihr Recht! In den größten Krisen, in den gefährlichsten Lagen hat der beharrliche, andächtige Gebet des Rosenkranzes Erhörung gefunden.

Vertrauen wir uns der Allerseligsten Jungfrau an, schließen wir uns mindestens geistlich den Wallfahrten nach Mariazell und Maria Luggau an, wo die Himmelsmutter so freigebig ist. Sie wird uns helfen, den Frieden herzustellen, den wahren Frieden, indem „Christus alles in allen ist“, Herrscher über die Kirche, über die Gesellschaft, über die Herzen. Das ist ein Werk, das sich lohnt!

Mit priesterlichem Segensgruß

Pater Joseph Stannus

Quelle: Gottesdienstordnung  • Oktober / November 2018 • Priorat Maria Hilf • Innsbruck