Lebensgestaltung nach höchsten Idealen. 30-tägigen Exerzitien

05. Dezember 2023
Quelle: Distrikt Deutschland

vom 22. Februar bis 23. März 2024 in Porta Caeli für Männer und Frauen, Priester und Ordensleute

„Das letzte und eigentliche Ziel, das wir in den Exerzitien stets vor Augen haben sollen, ist kein anderes als das Hochziel des Menschen überhaupt für Zeit und Ewigkeit. Es wird hier kurz als „Heil der Seele“ bezeichnet. 

Damit meint der heilige Ignatius (wie es für ihn gar nicht anders denkbar ist) das übernatürliche Ziel des Menschen, das Gnadenleben hier unten und den ewigen Verklärungszustand droben, beides in der Vereinigung mit Gott, dem Dreieinen, worin die höchste Angleichung an den Schöpfer und jene Gottesverherrlichung besteht, um derentwillen er diese Welt geschaffen hat. Im Dienste dieses Zieles stehen die ganzen Exerzitien, und sie sollen uns helfen, es möglichst vollkommen zu erreichen. Und wodurch? Dadurch, dass sie uns anleiten, unser ganzes Leben auf die beste uns erreichbare Weise auf dieses unser einziges und wunderbar herrliches Ziel hinzuordnen. Damit ist das mehr unmittelbare und nächste Ziel der geistlichen Übungen bezeichnet. Wir sollen, wie die erste Vorbemerkung sagt, „den Willen Gottes suchen und finden in der Ordnung unseres Lebens“.

Ein jeder Exerzitant muss auf die Frage: Was will ich in den Exerzitien? antworten: Ich will den Willen Gottes suchen und finden und so mein Leben ordnen zum Heil meiner Seele. Was versteht nun der heilige Ignatius unter dem Suchen und Finden des Willens Gottes? Da Gott mich schuf, schwebte Ihm ein Idealbild meines Wesens vor Augen. Dieses soll ich in meinem Leben zu verwirklichen suchen, darum muss ich es zuerst erkennen und dann in mir ausprägen. Mithin ist das Ziel der Exerzitien die grundsätzliche und tatsächliche Lebensgestaltung nach unseren höchsten Idealen oder, was dasselbe ist, nach Gottes Willen. Als Bedingung dafür muss die Ausschaltung falscher Richtungen und hemmender Einflüsse voraufgehen, die Entfernung der ungeordneten Neigungen.

Wir können somit das Gesamtziel der Exerzitien in folgende drei Worte zusammenfassen:

1. Reinigung des Herzens: Dieses Ziel entspricht dem Reinigungsweg und wird vorzüglich in der ersten Woche (= erster Abschnitt der Exerzitien), aber auch in allen folgenden angestrebt.

2. Lebensordnung nach dem Idealwillen Gottes: Diesem Zweck dient unmittelbar die zweite Woche, der dem Erleuchtungsweg entspricht. Beide Ziele, Reinigung und Lebensordnung, sind hingeordnet auf das höchste Ziel unseres Lebens: das Heil der Seele oder, was dasselbe ist, die größtmögliche Verherrlichung Gottes. Das Heil der Seele ist aber letztlich nichts Anderes als

3. Vereinigung mit Gott: Darum ist das letzte und eigentliche Ziel der Exerzitien, auf das die erste und zweite Woche vorbereiten und dem die dritte und vierte Woche in ganz besonderer Weise dienen, die vollkommenste Liebesvereinigung in unserem, so geordneten Leben und dadurch die größtmögliche Verherrlichung Gottes oder das Heil der Seele in unserem Leben.“

(aus Walter Sierp, Hochschule der Gottesliebe, 1935, Bnd. I S. 15f, Ein Kommentar zur ersten Vorbemerkung des hl. Ignatius im Exerzitienbüchlein)

Beginn:          Donnerstag, den 22. Februar 2024 um 17.00 Uhr

Ende:              Samstag, den 23 März 2024 ca. 10.00 Uhr

Prediger:       Pater R. Schmitt

Anschrift:      Exerzitienhaus Porta Caeli

                        Tannenäckerle 1

                        78730 Lauterbach

Teilnahmekosten:

€ 1800,00 (Preis gilt pro Person im Einzelzimmer, inkl. Übernachtung, Vollpension und Kurtaxe)

Information und Anmeldung:

                        Pater R. Schmitt

                        Priorat St. Christophorus

                        Maienfeld 5,

                        D – 88477 Weihungszell

                        Tel.: 07347 60 11 329           

                        E-Mail: [email protected]