Man kann nur lieben, was man kennt - Bildungswochenende in Salzburg

14. Oktober 2021
Quelle: Distrikt Österreich

Am Wochenende vom 17. – 19. September 2021 nahmen 25 KJBler an dem Bildungswochenende unter der Leitung von Pater Buchmaier im Gemeindezentrum in Salzburg teil.

Das Treffen begann mit einer Heiligen Messe. Nach dem Abendessen hörten wir den ersten Vortrag (eine Wiederholung des letzten Bildungswochenendes) über das Naturrecht, aber davor durften wir selbst einige Begriffe des Naturrechts in einem eigenen Text erklären. Mit einem gemeinsamen Gebet schlossen wir den Tag.

Am nächsten Morgen begannen wir mit einem Morgengebet und einer Betrachtung aus dem Leben Jesu. Im zweiten Vortrag ging es um die göttlichen Tugenden. Was ist die Tugend? Die Tugend ist die beständige Neigung zum Guten. Das Gegenteil davon ist die beständige Neigung zum Bösen, auch Laster genannt. Danach setzten wir uns mit der göttlichen Tugend der Liebe auseinander. Dabei haben wir erwogen, dass Liebe, ja nicht gleich Liebe ist. Es ist ein Unterschied, wenn ich sage: Ich liebe den Wein, ich liebe Reiten, ich liebe meinen Hund oder ich liebe Gott!

Der dritte Vortrag über Jesus und die Weltreligionen hielt zur Abwechslung nicht Pater Buchmaier, sondern wir schauten uns etappenweise einen Vortrag von Johannes Hartl (deutscher Philosoph, katholischer Theologe und erfolgreicher Buchautor) auf YouTube an, um über den Inhalt des Gesagten zu diskutieren: Es steckt zwar in jeder Religion ein Kern Wahrheit (negative Merkmale wie z. B: Anerkennen einer Gottheit, ), aber keine der Religionen führt zu Gott außer die katholische Religion, welche von Jesus Christus, dem Sohn Gottes gestiftet wurde! Das Christentum ist also kein rein menschliches System, sondern es kommt von Gott und wurde nicht von Menschen gemacht. Die (guten) Werke soll man nicht wegen des Systems der menschlichen Satzungen tun, sondern aus Liebe zu Christus. Johannes Hartl erzählte im Bezug darauf, dass jeder behauptet die Wahrheit zu besitzen, folgende Geschichte über den Elefanten und die Blinden: Drei blinde Menschen betasteten einen Elefanten, jeder der drei an einer anderen Stelle. Nun hatte jeder ein anderes Bild vom Aussehen des Elefanten, aber wie schaut der Elefant nun wirklich aus. Was ist die Wahrheit? Wie der Elefant nun wirklich aussieht, weiß nur der Erzähler der Geschichte und mit dem Erzähler ist niemand anderer als die von Jesus Christus gestiftete Kirche gemeint.

Nach dem Mittagessen ging es dann auch ans „Praktische“. Wir verteilten jeweils zu zweit Wunderbare Medaillen oder machten Umfragen zu Glaubensinhalten in der Salzburger Innenstadt. Es war für uns alle sicher eine sehr wertvolle Erfahrung. Wir hoffen, dass die Mutter Gottes ganz viele Gnadenströme fließen lässt und viele Bekehrungen bewirkt, sodass die Menschen wieder ihre Herzen für unseren Herrn Jesus Christus öffnen. Nach einem Besuch bei einer Eisdiele hörten wir einen Vortag von Benedikt Haminger über die Gefahren von Social Media. Viele Menschen fühlen sich in dieser Scheinwelt „sozial“. Übermäßiger Konsum führt zu einem Suchtverhalten, Antriebslosigkeit, Neid, Ungeduld, Schlafmangel, Selbstpersönlichkeitskomplexen, Verlust der Intelligenz, Oberflächlichkeit usw. Für Interessierte empfiehlt sich das Buch ,,Digitales Unbehagen“ von Manfred Spitzer.

Danach hatten wir die Möglichkeit zur hl. Beichte und zum Rosenkranzgebet, bevor dann die Abendmesse begann. Während der ganzen Nacht hielten wir Anbetung. Jeder bekam eine dieser Gnadenstunden vor dem Herrn. Wir leisteten Sühne und beteten für die verschiedensten Anliegen und besonders auch für die Menschen, denen wir beim Apostolat begegnet sind. Am Sonntag nach dem Hochamt legten einige KJBler das Versprechen der Kernmitglieder ab, das bedeutet, sie möchten sich darum bemühen, täglich 15 Minuten zu betrachten, öfters zu beichten, täglich den Rosenkranz zu beten, sich im Glauben weiterzubilden, täglich ein Morgen- und Abendgebet mit Gewissenserforschung zu verrichten und aktiv an der Liturgie teilzunehmen. Damit endete unser sehr lehrreiches und gnadenreiches Bildungswochenende. Wir bitten Jesus, dass wir das Gelernte im Gedächtnis behalten und auch gut in die Praxis umsetzen können.

Quelle: Anna Mayerhofer

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