P. M. Buchmaier feiert seine feierliche Nachprimiz in der Kirche St. Joseph in Wien

16. September 2020
Quelle: Distrikt Österreich
Pater Markus Buchmaier beim Indulgentiam vor der Kommunion

Über 160 Gläubige sind anwesend als unser Neupriester P. Markus Buchmaier in der Kirche St. Joseph einzieht, um ein levitiertes Hochamt zu zelebrieren. Es ist ein Tag der besonderen Freude, denn heute begehen wir in unseren Kapellen auch die äußere Feier des hl. Pius X.

Das Messformular am heutigen Sonntag ist also vom 3. September genommen. Die Schola hat das Proprium wunderbar eingeübt und mit dem hervorragenden Orgelspiel ist die Nachprimiz umso feierlicher.

Viele Gläubige können sich noch an den jungen Mann erinnern, der vor sieben Jahren ab und an noch in Zivil hier in die Messe gekommen ist. Umso größer ist heute die Freude, ihn als Neupriester begrüßen zu können. 

In der Predigt zeigt P. Wegner auf, wie unterschiedlich die Priester und die Heiligen gewesen sind. Es gibt keine Schablone, keine Maschine, die aus den Menschen einen Heiligen nach Maß schneidert. Ein Pfarrer von Ars war arm, einfach, und mühte sich mit seinem Studium. Der heilige Franz von Sales ist rein menschlich betrachtet das wahre Gegenteil dazu: Er stammt aus einer Adelsfamilie und war hochgelehrt, der mit Bravour seine Examina abschloss. Was sie vereint ist ihr Priestertum und ihr heiliges Leben. Und doch waren beide Priester und auch heilig.

Pius X. schreibt in seiner Enzyklika an die Priester „Haerent animo“ mehrere Mittel zur Heiligkeit vor. Das Gebet steht im Zentrum jedes heiligen Lebens und ist allen gemein die nach Vollkommenheit streben. Ohne Gebet ist es unmöglich, heilig zu werden. Das gilt für den Priester, für Familienvater und -mütter sowie für jeden Gläubigen. 

Nur im ausdauernden frommen Ringen im Gebet wird der Mensch zum Heiligen. In diesem inneren Ringen findet jeder die Kraft und die Gnade ein gutes Beispiel zu sein: als Priester für seine Gläubigen, als Familienvater für seine Kinder, als Gläubiger für seinen Nächsten. Im Gebet erforscht die Seele die Geheimnisse Gottes und erahnt die Gründe hinter scheinbar unlösbaren Fragen und Probleme. 

Die Vereinigung mit Gott im Gebet ist die Quelle die jegliches Apostolat fruchtbar macht. Deswegen schließt der Prediger mit der Warnung und einem Appel zugleich: An erster Stelle Gott zu suchen und zwar durch das Gebet: „Lieber Pater, fangen Sie an zu beten!“

Beim Primizsegen kann der Neupriester vor allem auch viele Kinder und junge Eltern segnen. Es ist wieder ein Beweis für die tiefe Beziehung zwischen Priestertum und Familie: Wo die Jungfräulichkeit, der Zölibat in Ehren gehalten wird, dort blüht auch das Familienleben in seiner schönsten Form durch zahlreiche Kinder auf.

Einigen fleißigen und opferbereiten Seelen ist es zu verdanken, dass im Anschluss an die liturgischen Feierlichkeiten auch für den leiblichen und zwischenmenschlichen Aspekt gesorgt ist: Bei einem kräftigen Imbiss kommen die Gläubigen ins Gespräch und lernen ihre Seelsorger und den Neupriester näher kennen. Letztendlich können wir dem lieben Gott danken für diesen schönen Tag, auf dass wir hoffentlich vor allem ihm wieder näher gekommen sind. Denn das ist es worauf es ankommt. Passend dazu aus dem Evangelium des Festtages: „Simon, liebst Du mich?“ „Ja, Herr. Du weißt, dass ich Dich liebe!“