Primizreise nach Polen

26. August 2020
Quelle: Distrikt Österreich

Auf die Einladung des Priors von Warschau, P. Konstantyn Najmowicz, begibt sich unser österreichischer Neupriester nach Polen, um in Gdynia, Warschau, Łodz und Krakau eine Nachprimiz zu feiern.

Am 25. Juli, dem Fest des hl. Apostels Jakobus, feiert P. Markus Buchmaier ein levitiertes Hochamt in Gdynia, wozu ihn der dortige Prior, Pater Krzystof Gołebiewski, aufs herzlichste eingeladen hatte. Gdynia ist eigentlich eine selbständige Stadt, allerdings ist sie topografisch mit Danzig (Gdansk) mittlerweile zusammengewachsen.

Obwohl es ein Wochentag ist, sind doch viele Gläubige anwesend. Der Organist lässt es sich nicht nehmen, dem Gast eine große Freude zu bereiten, indem er Werke von österreichischen Komponisten einstudierte und somit auf besondere Weise zur Verschönerung der hl. Messe beiträgt.
In der Predigt begrüßt P. Konstantyn Najmowicz den Primizianten auf Spanisch, um dann auf Polnisch für die Gläubigen fortzufahren. Der Prediger verknüpft in einfachen, aber sehr tiefen Gedanken das Leben der beiden Tageseheiligen (hl. Apostel Jakobus und hl. Christopherus) mit dem Priestertum. Nach der Erteilung des Primizsegens, ergeben sich nach der Messe noch sehr  nette Gespräche mit den Gläubigen. Leider spricht P. Buchmaier kein Polnisch und muss sich deswegen mit Englisch oder mit Hilfe von Dolmetschern abhelfen.

Nach einer vierstündigen Reise kehren die drei Patres, P. Konstantyn Najmowicz, P. Jakub Wawrzyn - er diente als Subdiakon im levitierten Hochamt – und P. Markus Buchmaier nach Warschau zurück.

Für den Sonntag werden in Warschau 700 Gläubige erwartet. Und tatsächlich: Diese Gemeinde ist eine der größten der FSSPX in Europa. Insgesamt gibt es vier Messen am Sonntag. Vor, während und nach den Hl. Messen herrscht ein großer Andrang bei den Beichtstühlen. Viele Gläubige gehen alle zwei Wochen beichten. Der Primiziant ist auch besonders beeindruckt von den vielen Jugendlichen und den zahlreichen jungen Familien.

P. Markus Buchmaier darf das Hochamt um 10.30 Uhr feiern. Sein ehemaliger Kommiliton im Seminar, P. Jakub Wawrzyn (geweiht 2018) hält eine ergreifende Predigt über das Priestertum, wo er dem Primizianten die Wirklichkeit vor Augen führt: Dem Priester in der heutigen Zeit geht es immer mehr wie dem hl. Propheten Jeremias im Alten Testament. Auch er wurde vom Großteil der Menschen gering geschätzt, missachtet und am liebsten zum Schweigen gebracht.

Nach der hl. Messe wie auch davor spendet der Neupriester einigen hundert Personen den Primizsegen. Es war ein wirklich gnadenreicher Sonntag!

Am Montag, 27. Juli, begleitet P. Buchmaier seinen Mitbruder P. Victor Pasichnik nach Łodz. Am Abend feiert er dort ein gesungenes Amt in der kleinen, aber schönen Kapelle der FSSPX. Dank einer Dolmetscherin kann der Neupriester im Anschluss an die hl. Messe alle Gläubigen begrüßen und bei einem Glas Sekt mit ihnen anstoßen.

Der Neupriester kehrt gestärkt nach Österreich zurück, weil ihn der tiefe Glaubensgeist der polnischen Katholiken und deren Sehnsucht nach katholischen Priestern stark beeindruckt hat.