Sorge für die Erstkommunikanten

29 April, 2019
Quelle: Distrikt Österreich

In vielen Kirchen fanden am Weißen Sonntag oder in den Tagen zuvor oder danach die Erstbeichten und die Erstkommunionen statt. Es sei darum an den klaren Wunsch des hl. Pius X. erinnert, der auch ganz den Anweisungen des IV. Laterankonzils und des Konzils von Trient entspricht.

„Die Personen, welche die Sorge für die Kinder obliegt, sollen sich alle Mühe geben, die Kinder nach der ersten Kommunion öfter zum Tisch des Herrn zu führen, möglichst alle Tage, wie Jesus Christus selbst und die Kirche es sehnlich wünschen. Die Kinder sollen dies mit der ihrem Alter entsprechenden Andacht verrichten. Ferner haben diejenigen eingedenk ihrer ihnen obliegenden überaus wichtigen Pflicht dafür zu sorgen, dass die Kinder den Besuch des gemeinsamen Katechismusunterrichts fortsetzen, oder dass sie auf eine andere Weise den erforderlichen religiösen Unterricht erhalten.“ (hl. Pius X., Dekret Quam singulari der Kongregation für die Sakramentenordnung, AAS II [1910] 577-583)

„Jeder Gläubige des einen oder anderen Geschlechtes, der zum Alter der Unterscheidung gelangt ist, soll einzeln und gewissenhaft alle seine Sünden seinem Priester beichten, wenigstens einmal jährlich. Der Gläubige hat dafür Sorge zu tragen, die ihm auferlegte Buße nach allen Kräften zu erfüllen und wenigstens an Ostern ehrerbietig das Sakrament der heiligen Eucharistie zu empfangen. Ausgenommen ist der Fall, dass er sich auf den Rat seines Beichtvaters, oder aus einem anderen vernünftigen Grund, zeitweilig davon enthalten zu müssen glaubt.“ (IV. Laterankonzils (Can. XXI.)

„Wer leugnet, dass alle und jeder einzelne christliche Gläubige beiderlei Geschlechtes, der das Alter der Unterscheidung erreicht hat, verpflichtet ist, jedes Jahr, jedoch wenigstens an Ostern, nach den Vorschriften der heiligen Mutter, der Kirche, zu kommunizieren, der sei im Banne“ (Sess. XIII, De Eucharistia, cap. 8, can. 9).