Update zur Impfstraße im Stephansdom: Protestbrief

20. August 2021
Quelle: Distrikt Österreich

Trotz der vielen Proteste gegen die Einrichtung einer Impfstraße im Stephansdom mussten wir am 19. August aus den Medien erfahren, dass nun vorgesehen ist, den Betrieb dieser Impfstation sogar bis 3. Oktober zu verlängern!

Wir müssen weiterhin unserem Protest Ausdruck verleihen! Bitte schreiben Sie an den Herrn Kardinal einen Brief oder eine E-Mail (auch wenn Sie die Online-Petition schon unterschrieben haben)! Nachfolgend finden Sie eine Vorlage, die Sie verwenden können, noch besser ist es, wenn Sie selbst mit eigenen Worten – selbstverständlich mit Respekt dem Amt des Herrn Kardinals gegenüber – Ihren Protest ausdrücken! 

 

Schreiben Sie an: Herrn Kardinal Dr. Christoph Schönborn, Wollzeile 2, 1010 Wien oder per E-Mail: [email protected]

Hochwürdigster Herr Kardinal Dr. Schönborn,

der Betrieb einer Impfstraße in Ihrer Kathedrale erschüttert mich als gläubigen Katholiken zutiefst, ist doch der Stephansdom ein gottgeweihtes Haus, er muss also ein „Haus des Gebetes“ sein, so wie es uns unser Herr und Heiland gesagt hat.  Er ist die Mutter aller Kirchen Österreichs und repräsentiert daher symbolisch jedes Gotteshaus in unserem Land. Für uns Österreicher hat er außerdem auch eine herausragende historische und kulturelle Bedeutung.

Nun wurde ein Teil von ihm – ohne Not – in eine medizinische Einrichtung umfunktioniert, wo täglich an 200 Menschen ein Impfstoff verabreicht wird, den die amerikanischen, kanadischen und polnischen Bischöfe als moralisch äußerst bedenklich ansehen und von dem sie den Katholiken abgeraten haben. Wir österreichische Katholiken müssen dagegen mitansehen, wie genau dieser Impfstoff im spirituellen Herz der österreichischen katholischen Kirche an Menschen verabreicht wird, die diese Hintergründe vielleicht gar nicht kennen. Selbst an Sonntagen und während der hl. Messen wird geimpft und die Messbesucher fühlen sich durch den Betrieb zunehmend gestört.

Wie könnten wir also diese Aktion nicht als eine Entweihung von Gottes Heiligtum betrachten? Wie anders können wir diese Handlungsweise empfinden, als ein schwer verletzendes Ärgernis?

In unserem Land gibt es Menschen, die diese Impfung aus verschiedenen Gründen, auch aus Gewissensgründen, ablehnen. Eine Impfung ist ein Eingriff in die Integrität des menschlichen Körpers, und jeder Bürger dieses Landes sollte das Recht haben, ihn für sich selbst zu akzeptieren oder nicht. Mittlerweile zeichnet sich jedoch bereits überdeutlich die gesellschaftliche Ablehnung und Isolation derjenigen ab, die diese Impfung für sich ablehnen.  Gegen dieses Unrecht sollte die Kirche ihre Stimme erheben, aber nicht diesem indirektem - oder auch direktem - Zwang noch zusätzlich Nachschub durch den Betrieb einer Impfstraße im Stephansdom verleihen.

Wir sind nicht allein mit unseren Bedenken, wir wissen, dass es unzählige Protestschreiben an Sie gibt, das können wir sogar den Medien entnehmen. Allerdings vermissen wir bis jetzt eine Antwort auf unseren Protest, im Gegenteil, der Betrieb der Impfstraße wurde sogar bis Oktober verlängert.

Ich bitte Sie respektvoll und nachdrücklich, die Profanierung des Stephansdom zu beenden und die Impfstraße sofort und für immer zu schließen.

Hochachtungsvoll