Vom Fest der Beschneidung des Herrn

01. Januar 2018
Quelle: Distrikt Österreich

Was für ein Fest ist das der Beschneidung des Herrn?

Das Fest der Beschneidung des Herrn ist eingesetzt worden, um das Gedächtnis des vergossenen Blutes Jesu Christi in den ersten Tagen seines Lebens zu feiern.

Was war die Beschneidung im Alten Bund?

Die Beschneidung war im Alten Bund ein vom Herrn eingeführter Ritus, um jene, die zum Volke Gottes gehörten, zu kennzeichnen und sie von den Heidenvölkern zu unterscheiden.

War auch Jesus Christus dem Gesetz der Beschneidung unterworfen?

Jesus Christus war gewiß dem Gesetz der Beschneidung nicht unterworfen, weil es für die versklavten und sündigen Menschen bestimmt war, Jesus Christus aber wahrer Sohn Gottes und Urheber des Gesetzes und die Heiligkeit selbst war.

Warum wollte Jesus Christus beschnitten werden, ohne dazu verpflichtet zu sein?

Jesus Christus wollte beschnitten werden, ohne dazu verpflichtet zu sein, weil er aus Liebe zu uns unsere Sünden auf sich genommen hat und daher auch die Strafen dafür tragen und schon in den ersten Tagen seines Lebens beginnen wollte, sie mit Blut abzuwaschen.

Was geschah noch, als Jesus Christus beschnitten wurde?

Als Jesus Christus beschnitten wurde, wurde ihm der Name Jesus gegeben, wie schon der Engel im Auftrag Gottes der allerseligsten Jungfrau Maria und dem hl. Joseph befohlen hatte.

Was bedeutet der Name Jesus?

Der Name Jesus bedeutet Retter; er wurde dem Sohne Gottes gegeben, weil er kam, um uns zu retten und uns von unseren Sünden zu befreien.

Muß man vor dem Namen Jesus große Ehrfurcht haben?

Vor dem Namen Jesus muß man die größte Ehrfurcht haben, weil er uns unseren göttlichen Erlöser vor Augen führt, der uns mit Gott versöhnt und uns das ewige Leben verdient hat.

Was müssen wir tun, um das Fest der Beschneidung im Geiste der Kirche zu feiern?

Um das Fest der Beschneidung im Geiste der Kirche zu feiern, müssen wir vier Dinge tun: 1. Jesus Christus anbeten, ihm danken und ihn lieben; 2. mit lebendigem Glauben und mit Ehrfurcht seinen heiligsten Namen anrufen und auf ihn unser ganzes Vertrauen setzen; 3. die geistige Beschneidung vollbringen, die darin besteht, die Sünde und jede ungeordnete Neigung aus dem Herzen zu entfernen; 4. Gott das ganze beginnende Jahr weihen und ihn bitten, uns die Gnade zu verleihen, es in seinem göttlichen Dienst zu verbringen.

Quelle: Hl. Pius X., Kompendium der christlichen Lehre. Das Buch ist im Sarto Verlag erschienen und kann dort bestellt werden.