Mitteilungsblatt Juni 2016

Die hlgst. Herzen Jesu und Mariae - Seminarbesuch in Zagreb - Harte Kritik an der Migrationspolitik - Verfassungsschutz schlägt Alarm - Ankündigungen - Brief an die Freunde und Wohltäter - Das Evangelium von der christlichen Ehe „Schicken Sie Ihre Seele mal zum TÜV“  - Die Mission St. Pius X. in Gabun - Msgr. Marcel ­Lefebvre: Der Erzbischof wider den schismatischen Geist - Missionsschwestern von Jesus und Maria - Liturgischer Kalender - Termine und Ankündigungen - Exerzitien und Einkehrtage - Heilige Messen - Buch des Monats - Beten

Die heiligsten Herzen Jesu und Mariä

Einzige Rettung in der Not unserer Zeit

Liebe Freunde und Wohltäter!

Am 1. April1  wurde eine Rede des ersten Vizepräsidenten der EU-Kommission vor dem EU-Parlament veröffentlicht, die wie ein übler Aprilscherz anmutet. Frans Timmermans ruft darin die Abgeordneten auf, ihre Anstrengungen zu verstärken, „monokulturelle Staaten auszuradieren“ und den Prozess zur Umsetzung der „multikulturellen Diversität“ zu beschleunigen. Damit fordert er nicht mehr und nicht weniger die „Ausradierung“ der christlichen Gesellschaftsordnung, wie sie überall jahrhundertelang bestand und die europäische „Monokultur“ entscheidend geprägt hat, was der hohe Herr übrigens gegen alle geschichtliche Evidenz dreist leugnete. Man glaubt nicht richtig gehört zu haben, doch Fransmans meint es wirklich ernst: Die Massenimmigration moslemischer Männer sei gewollt, da sie ein Mittel zur Erreichung des Ziels darstelle, der sich keine Nation entziehen könne.

Hin zur neuen Weltordnung

Hier lässt nun erstmals einer der ranghöchsten Politiker die Maske fallen und offenbart die Machenschaften, die hinter den Kulissen der Politik zur Zerstörung des Christentums und der europäischen Staaten ausgeheckt wurden. Offenbar fühlen sich die Freimaurer ihrer Sache sehr sicher und fürchten keinen ernstzunehmenden Widerstand mehr aus den christlichen oder überhaupt aus den noch normal denkenden Kreisen gegen ihre Pläne zur „Beglückung“ der Welt. In der Tat hört man nur einzelne warnende Stimmen. Eine davon ist Erzbischof Marfi, einer der wichtigsten Würdenträger von Ungarn. Er warnte kürzlich davor, dass der Islam die eindeutige Absicht habe, Europa für den Islam zu erobern und dass die heutigen Migrationsströme als Vehikel zu diesem Ziel dienen. „Europa soll endlich aufwachen und erkennen, dass das Endziel der Migration die Islamisierung unseres Kontinents ist.“2

Versagen der Amtskirche

Dieses Erwachen findet offenkundig noch nicht statt, im Gegenteil! Selbst die Hirten der Kirche, bis hinauf zu den höchsten Stellen blasen ins gleiche Horn wie die freimaurerisch diktierte Politik und fordern im Namen einer falschen Nächstenliebe eine Willkommenskultur für alle ohne Unterschied ein. Hat man wirklich noch nicht begriffen, dass wir inmitten eines gigantischen Kampfes stehen, bei dem es um das Überleben der Christenheit geht? Bei dem, nach menschlichem Ermessen, alles überdeutlich auf das Kommen des Antichristen hinweist?
Unwillkürlich stellt man sich die Frage: Kann es da noch Hoffnung geben? Wenn ja, woher kommt diese? Selbstverständlich gibt es Hoffnung. Der Christ ist wesentlich ein Mensch der Hoffnung, einer Hoffnung, die auf den untrüglichen Verheißungen Gottes gründet. Und die Hoffnung in der heutigen Not kommt von den heiligsten Herzen Jesu und Mariä. „Ich werde herrschen trotz all meiner Feinde“, versicherte das Herz Jesu der hl. Margareta Maria Alacoque.3 Diese souveräne Herrschaft übt Jesus durch seine gebenedeite Mutter aus, denn „am Ende wird mein Unbeflecktes Herz triumphieren“, verheißt uns die Gottesmutter in Fatima.

Gott legt uns die Waffen zu füßen - wir müssen sie nur ergreifen

Es geht also darum, die Pläne der Herzen Jesu und Mariä zur Rettung der Welt ernst zu nehmen und ihnen großherzig zu entsprechen. Durch ihr gemeinsames Sühneleiden am Kreuz haben sie die ganze Welt erlöst, einen unerschöpflichen Gnadenschatz erworben und der Schlange das Haupt zertreten. In dem Maße als die Christen (wieder) lernen, die geeinten Herzen Jesu und Mariä zu verehren, durch ihre Aufopferung in deren Sühneleiden einzutreten, und aus den Quellen der Sakramente zu schöpfen, wird die Kirche wieder erstarken und das Reich der Finsternis überwunden werden.

Mögen Jesus und Maria das in ihren Herzen lodernde Feuer der Liebe doch überall emporflammen lassen, auf dass die Schar ihrer Getreuen wachse, die mit eifriger Selbsthingabe und apostolischem Mut für sie kämpfen. Wir haben wirklich nichts zu fürchten, da uns der Heiland zuruft: „Fürchtet euch nicht, ich werde herrschen trotz meiner Feinde.“ – „Jener ist allmächtig, der sich selbst misstraut und sich mir zur Gänze anvertraut!4

Ihr P. Stefan Frey

  • 1. Youtube, Europe must accept Diversity or face War! Timmerman in EU Parliament
  • 2. unser-mitteleuropa.com, 3.5.2016
  • 3. Marg. M. Alacoque, Vie et oeuvres, Bd II, S. 104
  • 4. Das Leben der hl. Margareta Maria Alacoque von ihr selbst geschrieben, Bd I, S. 94