Mitteilungsblatt November 2015

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Der Islam gehört zu Europa!?

Liebe Freunde und Wohltäter!

„Der Islam gehört zu Europa!“ – Mit  dieser Aussage haben einige ranghohe Politiker aufhorchen lassen, so der frühere deutsche Bundespräsident Christian Wulff im Oktober 2010 sowie die deutsche Bundeskanzlerin Angela Merkel im Jänner 2015.

Stimmt diese Aussage oder werden die Menschen für dumm verkauft, dumm genug, um ihnen alles „verkaufen” zu können? Wer die europäische Geschichte betrachtet, wird feststellen: DER ISLAM GEHÖRT ZU EUROPA – ALS BEDROHUNG! Haben die betreffenden Politiker noch nie etwas von den Sarazenen oder Mauren gehört, die über Nordafrika nach Spanien eingedrungen waren und bereits im Jahre 732 mitten in Frankreich standen? Oder von der Seeschlacht von Lepanto am 7. Oktober 1571? Von den Türkenbelagerungen Wiens 1529 und 1683? Man möge sich einmal bei den Ungarn, Rumänen und Serben erkundigen, welche Erfahrungen sie mit dem Osmanischen Reich gemacht haben.

Hat nicht der Nobelpreisträger Elias Canetti den Nagel auf den Kopf getroffen, wenn er sagt: „Der Islam ist eine Kriegsreligion”? Oder der in Spanien lebende, pakistanische Exmoslem Imran Firasat, der in einer Petition im Jahre 2012 das Verbot des Koran forderte und schrieb: „Der Koran ist ein schreckliches Buch, das eine Gemeinschaft, Muslime genannt, dazu aufruft, den Dschihad, d. h. den ‚Heiligen Krieg’, durchzuführen, Unschuldige zu töten und den Weltfrieden zu zerstören.”1

Gehört der Islam demnach zu Europa, so dass wir uns freuen dürfen, im Zuge der derzeitigen Flüchtlings-Völkerwanderung massenweise islamische Einwanderer aufzunehmen? Müssen wir uns nicht viel mehr vor der Islamisierung fürchten? Der frühere SPD-Politiker Thilo Sarrazin kritisierte Kanzlerin Merkel wegen ihrer erwähnten Aussage: „Wenn die Kanzlerin der Meinung ist, dass der Islam zu Europas Tradition und Kultur gehört, hat sie nicht Recht“. Erst in den letzten 40 Jahren sei der Islam „mitsamt seinen radikalen, gewalttätigen Spielarten durch ungeplante und ungesteuerte Massenzuwanderung in die deutsche Gesellschaft“ gekommen.

Schon am 16. Februar 2015 schrieb der österreichische Journalist und frühere Chefredakteur der „Presse“ und der „Wiener Zeitung“ Andreas Unterberger auf seiner Internet-Plattform voller Ironie über die Aussagen islamfreundlicher Politiker: „Fast ganz vergessen: Der Islam gehört nicht nur zu Österreich und Deutschland, wie uns ein paar Politiker beigebracht haben, sondern auch zu Libyen. Das wurde in den vergangenen Stunden durch die Abschlachtung von 21 Kopten ganz konkret bewiesen. Christen sind ja schließlich Götzendiener, die sich leider nicht bekehren haben lassen. Da muss man schon sagen: selber schuld, dass man sie leider ermorden muss. Zur Abschreckung dienen hoffentlich allen anderen Christen die expliziten Videos, die von allen Hinrichtungen ins Internet gestellt werden. Erfreulicherweise nimmt aber schon die Zahl der Christen zumindest in Europa ab. Und wird wohl weiter als Folge des ständigen Stammtisch-Geplauders des jetzigen Papstes abnehmen, der einmal die Kinderlosen, ein andermal die Kinderreichen tadelt, der immer die Marktwirtschaft verurteilt und nie den Islam.“ – Fügen wir dem hinzu: Wozu den Islam verurteilen, da das II. Vatikanische Konzil ihn doch in höchsten Tönen lobpreist und deren Anhänger (indirekt) anspornt, auf ihre Religion stolz zu sein: „Mit Hochachtung betrachtet die Kirche auch die Muslime, die den alleinigen Gott anbeten, den lebendigen und in sich seienden, barmherzigen und allmächtigen, den Schöpfer Himmels und der Erde, der zu den Menschen gesprochen hat. Sie mühen sich, auch seinen verborgenen Ratschlüssen sich mit ganzer Seele zu unterwerfen, so wie Abraham sich Gott unterworfen hat, auf den der islamische Glaube sich gerne beruft.“2

Die Herausforderung der Zukunft wird sein, die Christianisierung der hier ansässigen Muslime in Angriff zu nehmen. Der Erfolg eines solchen Unternehmens mag unrealistisch oder gar unmöglich erscheinen. Und vielleicht wird die Islamisierung Europas in Zukunft sogar noch vehementer und gewalttätiger voranschreiten als bisher – als Zulassung Gottes zur Züchtigung der apostatischen Völker. Andererseits wissen wir aus ernstzunehmenden Prophezeiungen verschiedener Heiliger3 aber auch um die einstige Bekehrung der Muslime zu Christus und seiner Kirche. Unter ihnen ist besonders der hl. Ludwig Maria Grignion hervorzuheben, der mehrfach in seinen Werken darauf hinweist. So sagt er von den kommenden Aposteln Mariens: „Das sind die großen Männer, die kommen werden, die Maria ausrüsten wird, um auf Anordnung des Allerhöchsten sein Reich über die Ungläubigen, Götzendiener und Mohammedaner auszudehnen. Wann und wie wird es geschehen? Gott allein weiß es. An uns ist es zu beten, zu seufzen und abzuwarten.“4 – O ja, dieses Anliegen können, ja müssen wir in unser tägliches Rosenkranzgebet hineinnehmen. O Maria, hilf!

Mit priesterlichen Segensgrüßen

P. Klaus Wilhelm         P. Stefan Frey

  • 1. Vgl. die Broschüren: „Islam– Rettung oder Bedrohung unserer Zivilisation?“ und „Eurabia – unsere Zukunft“, Hrsg. von Karl Tropper, bestellbar bei Sarto-Verlag.
  • 2. II. Vat. Konzil, Nostra Aetate, Nr. 3.
  • 3. Ludwig Maria Grignion von Montfort, Bartholomäus Holzhauser, Anna-Maria Taigi u. a.
  • 4. Die wahre Andacht zu Maria, im Goldenen Buch Nr. 59.